Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2008/92: Bundesgesetz über die Preisbindung für Bücher (Buchpreisbindungsgesetz; BuPG) · 25 Seiten

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Westschweiz ungefähr den Listenpreisen (also den unverbindlichen Preisempfehlungen).

Bücherpreise in der italienischsprachigen Schweiz

Da der Büchermarkt in der italienischsprachigen Schweiz nur 3% des gesamtschweizerischen Umsatzes ausmacht, hat die Studie der FHNW die Bücherpreise dort nicht untersucht.

Bücherpreise im Vergleich zum benachbarten Ausland

Die Bücherpreise für die Konsumenten und Konsumentinnen sind in der Schweiz generell höher als in den Nachbarländern. Die Bestimmung der Preisdifferenzen ist unter anderem sehr schwierig, da sie sehr stark vom Wechselkurs abhängig sind. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Preise in der italienischsprachigen Schweiz nur wenig höher sind als in Italien, dass die Preisdifferenzen in der deutschen Schweiz etwas höher liegen und dass in der Westschweiz die grössten Preisdifferenzen zum benachbarten Ausland bestehen.

Gemäss der Studie der FHNW lag im März 2008 der durchschnittliche Verkaufspreis in der Deutschschweiz zwischen 6 und 13% über dem Listenpreis in Deutschland (welcher wegen der Buchpreisbindung dem Verkaufspreis entspricht). Der Prozentsatz hängt davon ab, ob der höchste oder tiefste monatliche Wechselkurs der Beobachtungsperiode als Berechnungsgrundlage gewählt wird.

2.1.6 Bestehende Finanzhilfen für das Buch

Neben der Buchpreisbindung kann das Buch mit anderen Massnahmen, insbesondere mit Finanzhilfen unterstützt werden. Die Schweiz kennt im Rahmen ihrer jetzigen Buch- und Verlagsförderung folgende Massnahmen:

- Die Kantone sowie einige Städte unterstützen die Buchbranche durch Beiträge an die Autoren und Autorinnen, für die Übersetzung, die Verlage sowie für die Verbreitung von Büchern. 2006 betrugen die Beiträge 4,5 Mio. Franken.

- Förderung des Schweizer Buches; 2006 beliefen sich die Beiträge der drei wichtigsten Geldgeber des Bundes auf rund 6,7 Mio. Franken. Dies sind Pro Helvetia (u.a. Übersetzungsbeiträge, Autorenstipendien und Druckkostenzuschüsse), das Bundesamt für Kultur (Leseförderung und Unterstützung des Buchvertriebs im Ausland) und der Nationalfonds (Publikationsbeihilfen für die Herstellung von wissenschaftlichen Büchern).

- Förderung des Zugangs zum Buch mittels Unterstützung der Bibliotheken. Die Nationalbibliothek hat 2006 23,2 Mio. Franken aufgewendet, um Erzeugnisse, die einen Bezug zur Schweiz haben (Werke, die mit der Schweiz und ihren Bewohnern in Zusammenhang stehen, sowie Werke und Übersetzungen in allen Sprachen von Schweizer Autoren), zu sammeln, zu erschliessen, zu erhalten und zu vermitteln.