Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 31 Seiten

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D Raumplanung und Umwelt

1. Fachverband Schweizer RaumplanerInnen (FSU)

Der FSU wünscht sich generell präzisere Aussagen zur Abstimmung zwischen Raumplanung und Infrastrukturentwicklung und fordert speziell die Konkretisierung des Leitsatzes «Raumplanung und Infrastrukturentwicklung aufeinander abstimmen». Falls noch keine Aussagen über einzelne Projekte möglich seien, müsse zumindest aufgezeigt werden, nach welchen Kriterien die Planungsentscheide gefällt werden sollen. Nach Ansicht des FSU soll zukünftig mehr Gewicht auf anreizorientierte Lenkungsinstrumente wie «Mobility Pricing» gelegt werden. Bezüglich Landverkehr verweist der FSU auf die Problematik, dass Kapazitätssteigerungen in einem Teilstück eines Verkehrsnetzes Engpässe in anderen Teilstücken des Netzes verursachten (Kreislaufeffekt). Der weitere Ausbau dieser Netze sei daher nicht einfach auf die fortlaufende Beseitigung von Kapazitätsengpässen auszurichten, sondern müsse raumkonzeptionell begründet werden. Speziell beim Strassennetz unterstützt der FSU die Beseitigung von Engpässen nur unter der Bedingung, dass dies koordiniert mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs erfolgt. Beim Schienennetz sieht der FSU die Prioritäten des Ausbaus im Agglomerationsverkehr, bei den Hauptverbindungen zwischen den grossen Zentren sowie bei den Anschlüssen an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz. Im Bereich Luftfahrt regt der FSU die Evaluation alternativer Standortszenarien für die Hubfunktion des Flughafens Zürich (Ausbau von Zürich-Kloten, Vernetzung der drei Landesflughäfen, neuer Landesflughafen auf der «grünen Wiese») an. Im Energiebereich stellt der FSU im Hinblick auf die Stromversorgungslücke den Anschluss von mittleren und kleinen Agglomerationen an das schweizerische Gasnetz zur Debatte.

2. Schweizerische Vereinigung für Landesplanung (VLP-ASPAN)

VLP-ASPAN kritisiert, dass die regionalen Verkehrsnetze nicht die Infrastrukturstrategie einbezogen wurden. Weiter wird das Fehlen eines ausdrücklichen Hinweises auf die Rolle der Planungsinstrumente des Bundes sowie auf den Stellenwert des Raumkonzeptes Schweiz im Hinblick auf die künftige Infrastrukturplanung bemängelt. Bei Vorhaben des Bundes müsse zwingend eine frühzeitige, mit den kantonalen Richtplänen koordinierte Abstimmung von Raumplanung und Infrastrukturentwicklung über einen Sachplan erfolgen. VPL-ASPAN hält die Bündelung verschiedener Infrastrukturnetze für sinnvoll. Der Gesamtverkehrskoordination, welche auch den Langsamverkehr einbeziehen müsse, soll stärkeres Gewicht beigemessen werden. Der öffentliche Verkehr soll durch Schaffung leistungsfähiger Schnittstellen mit anderen Verkehrsträgern (motorisierter und Langsamverkehr) gefördert werden.