Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 31 Seiten
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kehrs beitrügen. Die SBB sprechen sich dafür aus, sowohl die Investitions- als auch die Folgekosten von Infrastrukturprojekten des öffentlichen Verkehrs über Fonds zu finanzieren.
4. HUPAC
Aus Sicht von HUPAC, dem führenden Unternehmen im kombinierten Verkehr durch die Schweiz, trägt die Infrastrukturstrategie der Sonderrolle des Nord-Süd-Schienengüterverkehrs zu wenig Rechnung. Die Schweiz als wichtiges Transitland im internationalen Güterverkehr müsse sowohl effiziente Verkehrsinfrastrukturen bereitstellen als auch die Verkehrsströme umwelt- und sozialverträglich lenken sowie die technischen und verkehrspolitischen Rahmenbedingungen auf internationaler Ebene koordinieren. HUPAC beklagt, dass im Schienennetz generell der Güterverkehr gegenüber dem Personenverkehr benachteiligt sei und speziell der alpenquerende Güterverkehr angesichts ausgeschöpfter Kapazitäten bei den 4-Meter-Trassen und mangels gesicherter internationaler Anschlüsse an die NEAT eingeschränkt werde. Hinzu kämen massiv höhere Trassenpreise für den Güterverkehr im Vergleich zum benachbarten Ausland. Um die Verlagerungsziele zu erreichen, müssten die Interoperabilität der europäischen Bahnsysteme verbessert und die Kapazitäten auf der Nord-Süd-Achse ausgebaut werden. Darüber hinaus spricht sich HUPAC für eine konsequente, umfassende Marktöffnung bei gleichzeitiger Trennung von Infrastruktur und Betrieb sowie für die Schaffung eines starken Regulators im Schienensektor aus. Zudem müsse ein diskriminierungsfreies, nicht gewichtbasiertes Trassenpreissystem eingeführt werden, das Anreize für eine bessere Netzauslastung setze. Sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene müssten sich der Personen- und der Güterverkehr die Kapazitäten gleichberechtigt teilen. Mit Blick auf weitere Effizienzsteigerungen sei eine seriöse, offensive Zukunftsvision zum Thema «Gigaliner» zu führen. Das Konzept der «Grünen Logistik» erachtet HUPAC als grosse Chance für den Schienengüterverkehr.
G Luftfahrt
1. Aerosuisse
Nach Auffassung von Aerosuisse, dem Dachverband der schweizerischen Luft- und Raumfahrt, trägt die Infrastrukturstratgie der Bedeutung der Luftfahrt für die internationale Standortqualität, namentlich mit Blick auf internationale Organisationen und Unternehmen, zu wenig Rechnung. Weiter kritisiert Aerosuisse, dass bei der Luftfahrtinfrastruktur – anders als bei den übrigen Verkehrsnetzen – nicht die Beseitigung systemkritischer Engpässe gefordert werde. Ein Ausbau der Landesflughäfen, speziell des Flughafens Zürich, sei dringend notwendig, weil das noch verbleibende Optimierungspotenzial des bereits sehr effizient funktionierenden Flugbetriebs nicht ausreiche, um das künftige Nachfragewachstum zu absorbie-