Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/109: Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 · 37 Seiten
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Bericht über die Ergebnisse der Anhörung: Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017
Standardarbeitskraft
Der Rückzug des Änderungsvorschlages zu den SAK-Faktoren und die Bearbeitung der Fragen zu den Standardarbeitskräften in einer Arbeitsgruppe (Postulat Leo Müller) wird weitgehend begrüsst. Der SBV und zahlreiche bäuerliche Organisationen beantragen in ihren Stellungnahmen, dass für die landwirtschaftsnahen Tätigkeiten nach dem neuen Art. 12b möglichst rasch umsatzabhängige SAK-Faktoren eingeführt werden. Landwirtschaftsnahe Tätigkeiten basieren auf den Infrastrukturen der Landwirtschaftsbetriebe und sollen entsprechend bei den verschiedenen Abgrenzungen nach bäuerlichem Bodenrecht, Raumplanungsrecht und Landwirtschaftsrecht berücksichtigt werden. Dem gegenüber lehnen gewerbliche Kreise SAK-Faktoren für landwirtschaftsnahe Tätigkeiten strikte ab. Zudem wurden einige Stellungnahmen für Detailanpassungen bei den SAK-Faktoren eingereicht.
Betriebsfläche und landwirtschaftliche Nutzfläche (LN)
In der grossen Mehrheit aller Stellungnahmen der Kantone und Organisationen wird beantragt, dass Hecken, Feld- und Ufergehölze und der neue BFF-Typ "Uferbereich entlang von Fliessgewässern" in der LN bleiben bzw. als LN gelten sollen. Zudem wird in einigen Stellungnahmen gefordert, dass auch unbefestigte Wege, schmale Kieswege oder bekieste Wege zur LN gezählt werden (WWF, Greenpeace, Pro Natura, Wanderwege CH, Schweizmobil, usw.). Einerseits handle es sich um attraktive Elemente in der Kulturlandschaft und Biotope für Ruderalpflanzen und Trittflure. Andrerseits ermöglichten diese den Zugang zu und das Erleben der Landschaft. Dies sei ebenfalls eine förderungswürdige Leistung der Landwirtschaft.
Spezialkulturen
8 Kantone (SZ, ZG, SO, BL, AR, GR, TG, TI), LDK und KOLAS wünschen, dass Haselnuss- und Edelkastanienkulturen in Intensivanlagen als Spezialkulturen gelten sollen. Für Haselnussplantagen sollen mindestens 400 und für Edelkastanien mindestens 100 Pflanzen pro Hektaren vorhanden sein. Weitere Organisationen möchten z.B. auch Zierpflanzen, Baumschul- und Forstpflanzen, Medizinalpflanzen, Hanf, Christbäume und Produkte der Seidenraupe, Karotten, Zwiebeln und Konservengemüse als Spezialkulturen auflisten.
Bauland
Der Kanton VS, der SBV und verschiedene andere Organisationen beantragen, dass nur erschlossenes Bauland von der LN ausgeschlossen wird, wenn die entsprechenden Flächen nach dem 31. Dezember 2013 rechtskräftig ausgeschieden wurden.
Definition Hecken
Die Kantone VD und TI, der SBV, viele bäuerliche Organisationen und Umweltorganisationen verlangen, dass die bisherigen Anforderungen an die Fläche der Hecken unverändert weitergeführt werden.
Unterscheidung Pferde in Nutz- und Heimtiere
Die grosse Mehrheit aller Stellungnehmenden verlangt, dass keine Unterscheidung zwischen Nutz- und Heimtieren gemacht werden soll und der vorgeschlage Artikel 27 Absatz 3 gestrichen werden soll.
GVE-Faktoren
Zwölf Kantone (UR, LU, SZ, OW, NW, GL, AI, AG, GR, NE, TI und JU), die BDP, SBV, Mutterkuh Schweiz, zahlreiche andere bäuerliche Organisationen, COOP und STS fordern, bei den Mutterkühen den GVE-Faktor auf 1,0 zu erhöhen. Mutterkuh Schweiz und mehrere andere Stellungnehmer beantragen zusätzlich eine Erhöhung der GVE-Faktoren für das bis 1 Jahr alte Jungvieh.
Der SBV und die grosse Mehrheit der bäuerlichen Organisationen beantragen zudem die Erhöhung aller anderen GVE-Faktoren beim Rindvieh sowie für gemolkene Ziegen und Jungschafe. In mehreren anderen Stellungnahmen werden weitere differenzierte Erhöhungen von GVE-Faktoren verlangt. Der Kanton SG beantragt eine generelle Überprüfung der GVE-Faktoren.
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