Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2015/118: Pa. Iv. 10.407/13.477 «Prämienbefreiung für Kinder» / «KVG. Änderung der Prämienkategorien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene» · 26 Seiten
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Krankenversicherung (VORA) entsprechend festlegen7, da das KVG bisher nicht ausdrücklich regelt, ob die Kinder in den Risikoausgleich einzubeziehen sind oder nicht.
Es lässt sich feststellen, dass auch bei den Kindern die Kosten der Nettoleistungen je nach Risikogruppe (Alter, Geschlecht, Spitalaufenthalt im Vorjahr) unterschiedlich verteilt sind. Die Unterschiede der Gruppenmittelwerte der verschiedenen Risikogruppen sind absolut gesehen jedoch geringer als bei den Erwachsenen (vgl. Tabelle). Dies ist auch auf die geringere Höhe der Leistungskosten bei den Kindern zurückzuführen.
Geschlecht Aufenthalt 0-18 Jährige 19-25 Jährige >25 Jährige
F ja 4'442 7'385 15'140
F nein 867 1'154 2'890
M ja 3'709 7'809 14'280
M nein 910 617 2'159
Tabelle: Jährliche durchschnittliche Nettoleistungen je versicherte Person in Franken nach Altersgruppe, Geschlecht und dem Indikator «Aufenthalt in Spital oder Pflegeheim im Vorjahr»
Quelle: Risikoausgleich 2013
Betrachtet man die relative Variabilität der Nettoleistungen innerhalb der Risikoklassen, die sich durch Alter und Geschlecht ergeben, ist diese bei Kindern keineswegs geringer als bei Erwachsenen. Die Graphik zeigt, dass die Variabilität innerhalb der meisten Altersklassen gemessen am Variationskoeffizienten8 ähnlich ist, abgesehen von der hohen Variabilität bei jungen Männern und der sinkenden Variabilität im hohen Alter.
7 SR 832.112.1, Art. 2 Abs. 2
8 Der Variationskoeffizient bezeichnet das Verhältnis von Standardabweichung zum Mittelwert.