Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2015/118: Pa. Iv. 10.407/13.477 «Prämienbefreiung für Kinder» / «KVG. Änderung der Prämienkategorien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene» · 26 Seiten
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Kanton Waadt. Bei einem Bruttoeinkommen von 91‘968 Franken (50 Prozent dieser Haushalte in der Schweiz verdienten gleich viel oder weniger) schwankte die Prämienbelastung gemessen am verfügbaren Einkommen zwischen 6 Prozent im Kanton Zug und 16 Prozent im Kanton Bern. Bei einem Bruttoeinkommen von 126‘187 Franken (75 Prozent dieser Haushalte in der Schweiz verdienten gleich viel oder weniger) variierte die Prämienbelastung gemessen am verfügbaren Einkommen zwischen 6 Prozent im Kanton Nidwalden und 13 Prozent im Kanton Basel-Stadt.
Im Vergleich zu 2007 ist die Prämienbelastung in Prozent des verfügbaren Einkommens in 14 Kantonen in etwa gleich geblieben. In 11 Kantonen hat sie zugenommen.6 Deshalb sollen bei unteren und mittleren Einkommen insbesondere die Haushalte mit Kindern und jungen Erwachsenen in Ausbildung entlastet werden.
Abbildung: Mittelstandsfamilie (Annahme: 70'000.- Jahreseinkommen; kein Vermögen) Prämienbelastung 2010 in % des verfügbaren Einkommens.
Quelle: Monitoring 2010, Abb. 21.
2.2 Der Risikoausgleich und seine Auswirkungen auf die Prämien
Die OKP basiert auf dem Solidaritätsprinzip und wird mittels Einheitsprämien finanziert. Das heisst, jede versicherte Person bezahlt unabhängig von ihrem Alter, ihrem Geschlecht oder einem anderen Indikator für den Gesundheitszustand beim gleichen Krankenversicherer im gleichen Kanton resp. in der gleichen Prämienregion für das gleiche Versicherungsmodell dieselbe Prämie. Die Einheitsprämie stellt die Solidarität zwischen den gesunden und den kranken Versicherten innerhalb des Versichertenkollektivs eines Versicherers sicher. Die Prämie entspricht aber nicht dem effektiven Risiko, Leistungen zu beziehen, das die
6 Monitoring 2010, S. 42