Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/100: Bundesgesetz über die Unternehmensjuristinnen und -juristen (Unternehmensjuristengesetz, UJG) · 28 Seiten

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ordinationsverhältnis); Unmöglichkeit unabhängiger unternehmensinterner Rechtsberatung5; ─ Kein selbständiger Gehalt der Berufsregeln; die Sorgfaltspflicht gemäss VE-UJG ist identisch mit derjenigen im Arbeitsrecht (Art. 321a OR)6; ─ Grosser finanzieller und administrativer Mehraufwand für die Kantone, wenn diese zur Registerführung und Aufsicht über die Unternehmensjuristinnen und Unternehmensjuristen verpflichtet werden7; ─ Die Aufgabe der Registerführung und Aufsicht wird den Kantonen statt dem Bund übertragen8; ─ Erschwerung und Verlängerung von verwaltungs-, zivil- und strafrechtlichen Verfahren9; ─ Gefahr der Schaffung von für Behörden unzugänglichen Bereichen innerhalb des Unternehmens („black boxes“)10; ─ Die Verwirklichung einer Verbesserung des Vertrauens in die interne Rechtsabteilung und einer Erleichterung des Dialogs zwischen Unternehmen und Unternehmensjuristinnen bzw. Unternehmensjuristen aufgrund der statuierten Berufsregeln (Sorgfaltspflicht, Berufsgeheimnis, etc.) ist zweifelhaft11; ─ Schaffung eines ungerechtfertigten Berufsprivilegs für Unternehmensjuristinnen und Unternehmensjuristen12; ─ Fragwürdige Vorreiterrolle der Schweiz in Kontinentaleuropa13; ─ Unklarheit der vorgeschlagenen Berufsregeln: Kritisiert wird namentlich die fehlende exakte Umschreibung des Umfangs des Berufsgeheimnisses sowie die ungenügende Definition des Begriffs des „Produkts“ der rechtsberatenden und forensischen Tätigkeit der Unternehmensjuristin bzw. des Unternehmensjuristen14; ─ Fabrikations- und Berufsgeheimnis sind durch Art. 321a Abs. 4 OR und Art. 162 StGB bereits hinreichend geschützt15. ─ Zu geringe fachliche Anforderungen für die Eintragung als Unternehmensjuristin bzw. des Unternehmensjuristen; Notwendigkeit höherer Anforderungen an den Berufsabschluss und die Berufspraxis16;

5Kantone BE, ZG, BS, SG, AG, VD und GE; Wettbewerbskommission WEKO, Konferenz der Obergerichtspräsidentinnen

und -präsidenten der Zentralschweiz, Féderation des entreprises Romandes, Ordre des Avocats de Genève, Centre Patronal, Grüne Partei, Partei der Arbeit, Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB, Kaufmännischer Verband Schweiz, Université de Genève, Université de Neuchâtel.

6Fédération des Entreprises Romandes, Ordre des Avocats de Genève, Kantone BE, BS, SG, TG, VD und GE, Grüne

Partei, Université de Neuchâtel, Konferenz der Obergerichtspräsidentinnen und -präsidenten der Zentralschweiz, Pro Lege.

7Kantone ZH, BE, LU, SZ, ZG, SO, BL, BS, SG, TG, VD, NE sowie GE.

8Kantone ZH, OW, NW, FR, BS, SG, GR, AR, SH und VD; CVP, SVP, FINMA, economiesuisse, SwissHoldings, Internatio-

nal Chamber of Commerce (ICC Schweiz), Schweizerischer Anwaltsverband (SAV).

9Kantone ZH, NW, SO, BS, BL, TG und VD; Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB, Wettbewerbskommission WEKO,

Partei der Arbeit, Kaufmännischer Verband Schweiz, Université de Genève, SVP, FINMA, Swiss Mechanic SM Schweizerischer Verband mechanisch-technischer Betriebe.

10Kanton NW.

11Kanton ZG, Konferenz der Obergerichtspräsidentinnen und -präsidenten der Zentralschweiz, Swiss Mechanic SM Schwei-

zerischer Verband mechanisch-technischer Betriebe.

12Konferenz der Obergerichtspräsidentinnen und -präsidenten der Zentralschweiz, Kanton ZG.

13Kanton BS, SG, NE, ZG und BL; Konferenz der Obergerichtspräsidentinnen und -präsidenten der Zentralschweiz, Swiss

Mechanic SM Schweizerischer Verband mechanisch-technischer Betriebe, Ordre des Avocats de Genève.

14economiesuisse, SwissHoldings, International Chamber of Commerce (ICC Schweiz), Schweizerischer Anwaltsverband

(SAV), FDP, CVP, Kantone ZH, OW, NW, FR, BS, SG, GR, AR, SH und VD.

15Féderation des entreprises Romandes, Ordre des Avocats de Genève, Kanton GE.