Bericht Importsystem

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 28 Seiten

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Tabelle 4 zeigt die Entwicklung verschiedener Preisindizes. Der Landesindex der Konsumentenpreise von Fleisch und Fleischwaren blieb von 2004-2007 praktisch stabil und lag 2008 und 2009 um rund 4% höher als 2007. Die Ursachen der steigenden Konsumentenpreise für Fleisch und Fleischprodukte in den Jahren 2008 und 2009 sind gestiegene inländische Produzentenpreise (Schweine, Poulets)

und höhere Importpreise für Fleisch. Der Anteil importiertes Fleisch am inländischen Konsum beträgt über 20%, was sich entsprechend auch in den Konsumentenpreisen auswirkte. Über die letzten rund zehn Jahre betrachtet mussten die Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen abgesehen von einzelnen Preisausschlägen für Fleisch und Fleischprodukte insgesamt relativ stabile Preise bezahlen. Grosse Schwankungen wiesen hingegen die Produzenten- und Importpreise auf.

Tabelle 4: Preisindizes

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

Landesindex der Konsumentenpreise

Fleisch und Fleischwaren 100.1 103.3 106.3 107.9 102.7 101.7 100.5 101.3 105.3 105.9

Importpreisindex Fleisch und Fleischwaren 93.6 97.4 102.1 101.3 104.6 108.3 115.8 121.2 134.9 124.3

Produzentenpreisindex Grossvieh 113.4 85.1 88.5 102.0 110.5 106.0 111.6 115.2 119.4 108.2

Produzentenpreisindex Kälber 123.5 111.0 110.1 112.4 116.3 121.2 134.4 133.7 134.9 123.6

Produzentenpreisindex Schweine 104.4 93.9 89.9 95.1 96.8 85.6 82.1 83.7 105.0 91.7

Produzentenpreisindex Poulets 103.2 101.4 99.9 99.8 98.2 95.7 93.4 89.5 93.5 94.8 Landesindex der Konsumentenpreise Mai 2003=100; Importpreis- und Produzentenpreisindex Dezember 2005 = 100;

Quelle: Bundesamt für Statistik

3 Problemanalyse

Die AG Importsystem Fleisch diskutierte die Probleme im Zusammenhang mit dem Importsystem für Fleisch und reichte die Problemanalyse ebenfalls schriftlich ein. Diese Probleme können drei Teilprozessen bei der Einfuhr von Fleisch innerhalb der Zollkontingente zugeordnet werden: Die Festlegung der Einfuhrmenge durch das BLW mit vorangehender Anhörung des Verwaltungsrates von Proviande, die Zuteilung der Zollkontingentsanteile mittels Versteigerung und an Hand einer Inlandleistung sowie die Einfuhr der zugeteilten Zollkontingentsanteile. Der Teilprozess der Zuteilung der Zollkontingentsanteile wird anhand der unterschiedlichen Verteilungskriterien in zwei Subprozesse geteilt. Ein weiteres Element der Problemanalyse, welches aus finanzieller Perspektive gesehen indirekt mit dem Importsystem verbunden ist, bilden die Beiträge zur Entsorgung von tierischen Nebenprodukten. Die gemeldeten Probleme der verschiedenen Interessengruppierungen werden tabellarisch dargestellt. Weil sie untereinander nicht koordiniert wurden, treten Redundanzen bei den aufgeführten Problemen auf. Deshalb folgt anschliessend eine Zusammenfassung.

Teilprozess 1 Festlegung der Einfuhrmenge durch das BLW mit vorangehender Anhörung des Verwaltungsrates von Proviande

Wer Probleme

SBV I. Die Festlegung der Einfuhrmenge ist teilweise schwierig auf Grund der

relativ grossen Zeitspanne zwischen dem Beschluss über die Importfrei-SRP

gabe bzw. der Festlegung der Einfuhrmenge und der eigentlichen Im-SGP portperiode.

SFF II. Die Einfuhrmengen sind für das einzelne Unternehmen mit dem aktuel-

len Versteigerungssystem nicht planbar:

VSGI

a. Der Druck zur Warenbeschaffung ist für die einzelnen Unternehmen sehr hoch und verunmöglicht eine ruhige, effiziente Versorgung der jeweiligen Märkte. Einerseits muss die Ware bestellt werden bevor die Einfuhrmenge festgelegt ist, und andererseits muss die Ware platziert werden bevor