Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/13: Übereinkommen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen · 31 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 30Fedlex · Ergebnisbericht

Menschen mit Behinderung in BS. Letzteres angesichts der Tatsache, dass zentrale Bereiche des Übereinkommens in der Zuständigkeit der Kantone lägen, wie z.B. die Bereiche Schule und Bau.

AR, GL, OW, UR, VS und ZG sehen direkte finanzielle und personelle Auswirkungen, sollten die Kantone zur Führung von Anlaufstellen im Sinne von Focal Points verpflichtet werden. AR, FR, GL, SH, SO, OW, SZ, TG, UR, VS und ZG sehen zurzeit keinen Bedarf für solche kantonalen Fachstellen und lehnen eine bundesrechtlich verankerte Pflicht zu ihrer Schaffung ab.

29 Vernehmlassungsteilnehmer (SP, Grüne, SGB, Travail.Suisse, Agile, ASA Handicap mental, avenirsocial, behindertenforum, BKZ, cerebral, Égalité Handicap, forum écoute, Forum Handicap Valais, ftia, insieme, insieme LU, insieme VS, Integration Handicap, procap, PF, Pro infirmis, Pro Mente Sana, retina suisse, SBb, sbv, SGB-FSS, sonos, SPV, SZB) sehen bezüglich Art. 33 Abs. 2 ICRPD Handlungsbedarf unter dem Hinweis, dass zum Monitoring betreffend des Übereinkommens unter anderem die Erfassung von Gerichtsurteilen und Behördenentscheiden zählt.

27 Vernehmlassungsteilnehmer (SP, Grüne, Agile, ASA Handicap mental, avenirsocial, behindertenforum, BKZ, cerebral, Égalité Handicap, forum écoute, Forum Handicap Valais, ftia, insieme, insieme LU, insieme VS, Integration Handicap, procap, PF, Pro infirmis, Pro Mente Sana, retina suisse, SBb, sbv, SGB-FSS, sonos, SPV, SZB) kritisieren in diesem Kontext, dass es, abgesehen vom Kompetenzzentrum für Menschenrechte, keine nationale Institution für Menschenrechte gibt, welche als unabhängige Instanz dazu prädestiniert wäre.

Für avenirsocial, ICJ-CH und zhaw sieht die Bestimmung eine entsprechende Infrastruktur vor, die heute völlig fehlt. Die gesetzlichen Grundlagen für die notwendige Infrastruktur seien sinnvollerweise im BehiG zu regeln, eventuell könnten die Funktionen einer Menschenrechtsinstitution, die den Pariser Prinzipien entspricht – und die in der Schweiz noch völlig fehle – überbunden werden. In Deutschland zum Beispiel seien diese Aufgaben dem Deutschen Institut für Menschenrechte übertragen worden. Das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (EBGB) stelle keine Option dar, da es der Institution an der geforderten Unabhängigkeit fehle.

Gemäss 25 Vernehmlassungsteilnehmern (SP, Agile, ASA Handicap mental, avenirsocial, behindertenforum, BKZ, cerebral, Égalité Handicap, forum écoute, Forum Handicap Valais, ftia, insieme, insieme LU, insieme VS, Integration Handicap, procap, Pro infirmis, Pro Mente Sana, retina suisse, SBb, sbv, SGB-FSS, sonos, SPV, SZB) sind für die Schaffung einer Entscheiddatenbank ebenfalls zusätzliche Ressourcen, z.B. in Form von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern nötig.

Der SGB schlägt vor, sich bei der Erstellung der Datenbank nach dem Vorbild der GlG-Datenbank zu richten.

Laut KV Schweiz ist der Bund dazu verpflichtet, das Monitoring der Aktivitäten und der Rechtsentscheide in den Kantonen zu sichern.