Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2011/25: Revision im Bereich Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände · 696 Seiten
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- Einführung des TTC-Konzepts für Substanzen unbekannter Toxizität. Zu diesem Punkt sind folgende Anmerkungen zu machen:
a) Es muss davor gewarnt werden, einen analytischen Aktivismus zu entfachen und nach allen möglichen Substanzen mit non-target-Analysen zu suchen. Das TTC-Konzept muss vielmehr als wertvolle Grundlage für eine Erstbewertung von Substanzen dienen, welche als „emerging contaminants“ auftauchen.
b) Der Toleranzwert für Substanzen ohne genotoxisches Potenzial ist mit 10 Mikrogramm pro Liter sehr hoch angesetzt. Aus humantoxikologischer Sicht ist das absolut gerechtfertigt. Dennoch sollte der neue Toleranzwert nicht dazu verleiten, unterhalb dieser Schwelle keine Massnahmen zu ergreifen. Das Auftreten eines Fremdstoffes sollte auch weiterhin im Sinne der Vorsorge aus ökotoxikologischer Sicht beurteilt werden und Massnahmen zur Belastungssenkung mit den kantonalen Umweltbehörden diskutiert werden.
THC-Gehalte:
- Die Annäherung der Grenzwerte an die toxikologischen Schwellendaten werden begrüsst.
- Aufgrund der bisher gefunden THC-Gehalte in ausgewählen Produkten der letzten Jahr dürfte die Reduktion der Grenzwerte zu keinen grösseren Problemen führen.
Verband der Kantons- Generelle Allgemein sind die geplanten Anpassungen zu begrüssen.
chemiker der Schweiz Bemerkun-
(VKCS) gen Hinsichtlich Trinkwasser erscheinen insbesondere sinnvoll:
- Die Anpassung der Summenparameter und damit verbunden die Aufhebung einiger Anforderungswerte für organische Einzelstoffe.
- Die Unterscheidung zwischen Leitungs- und Flaschenwasser (erstes als Lebensmittel mit klarer räumlich begrenzter Verteilung, zweites als Exportprodukt, welches EU-konform sein muss).
- Die Anpassung der Höchstwerte für Mineralwasser an europäische Höchstwerte (ausgenommen Fluorid).
- Die ergänzenden Vorgaben an organische chemische Verbindungen mit unbekannter Toxizität, aber bekannter chemischer Struktur (TTC-Konzept) werden grundsätzlich begrüsst.
Zum TTC-Konzept sind allerdings folgende Anmerkungen zu machen:
a) Es muss davor gewarnt werden, einen analytischen Aktivismus zu entfachen und nach allen möglichen Substanzen mit non-target-Analysen zu suchen. Das TTC-Konzept muss vielmehr als wertvolle Grundlage für eine Erstbewertung von Substanzen dienen, welche als "emerging contaminants“ auftauchen.
b) Der Toleranzwert für Substanzen ohne genotoxisches Potenzial ist mit 10 Mikrogramm pro Liter sehr hoch angesetzt. Aus humantoxikologischer Sicht ist das absolut gerechtfertigt. Dennoch sollte der neue Toleranzwert nicht dazu verleiten, unterhalb dieser Schwelle