Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/93: Anpassungen des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) (Verfahrensnormen und Informationssysteme) · 37 Seiten
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3 Appréciation détaillée des dispositions par thème
3.1 Procédure d’approbation (art. 99 P-LEtr)
Zustimmung
Les cantons AI, AR, BE, BS, GE, JU, NE, NW, OW, SG, SH, TG, TI, VD et VS, les partis CVP, FDP, SVP ainsi que KKJPD, SBV, SSV et VKM soutiennent cette adaptation.
AI ist der Meinung, dass Artikel 99 E-AuG dahingehend zu ergänzen ist, dass das SEM auch bei einem Entscheid einer kantonalen Rekursbehörde seine Zustimmung zu einem Entscheid verweigern oder einschränken kann.
Selon NE, cela devrait amener à une application plus uniforme du droit entre les cantons.
TG erachtet es indessen als notwendig, dass das SEM von diesem Instrument nur zurückhaltend Gebrauch macht und im Bedarfsfall das Verfahren unbedingt unkompliziert und schlank ausgestaltet. Ansonsten dürfte diese Norm den Vollzug hemmen.
VD est d’avis qu’il est important que le SEM puisse disposer de son propre pouvoir d'appréciation. VD transmet la position négative du Tribunal cantonal vaudois qui souhaiterait modifier l’art. 99 LEtr en ce sens que, dans tous les cas où le SEM refuse d'approuver la décision d'une autorité cantonale de dernière instance ou décide d'en limiter la portée, un tel refus soit porté à la connaissance de ladite autorité cantonale.
Aus Sicht der SVP gibt es keine Einwände, solange sich die Aufsichtsfunktion des SEM ausdrücklich auf die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen durch die Kantone beschränkt.
Gemäss KKJPD und VKM ist das öffentliche Interesse an einem umfassenden, möglichst flexibel ausgestalteten Vetorecht des SEM zur Sicherstellung einer schweizweit einheitlichen Praxis jedoch höher zu gewichten als die Verlängerung des Verfahrens und das Unverständnis dieser Doppelspurigkeit bei den betroffenen Personen.
Ablehnung
Les cantons AG, LU et SO, le SPS ainsi que CP, CSP, FSA, ODAGE, SFH, SGB, sgv et SOSF rejettent cette adaptation.
AG, LU, SPS, SFH und SGB sind der Meinung, dass das Zustimmungsverfahren auf diejenigen Verfahren zu beschränken ist, in denen ein Weiterzug an das Bundesgericht nicht möglich ist. In Verfahren mit Weiterzugsmöglichkeit bis vor Bundesgericht wäre das SEM zu verpflichten, den kantonal letztinstanzlichen Entscheid direkt beim Bundesgericht anzufechten.
SFH schlägt vor:
3 Vom Zustimmungsverfahren gemäss Absatz 1 und 2 ausgenommen sind Entscheide kantonaler Beschwerdeinstanzen über Bewilligungen, auf die ein Anspruch besteht.
Gemäss SO wäre es im Hinblick auf die Rechtssicherheit für die betroffenen Personen unhaltbar, wenn das SEM einen Gerichts- bzw. Rekursentscheid ohne zeitliche Beschränkung und im eigenen Ermessen nachträglich noch in Frage stellen könnte und zusätzlich einen neuen Rechtsweg öffnen würde. Dass das SEM bereits heute die Möglichkeit der Beschwerdeführung gegen kantonale Gerichtsentscheide hat, wird als ausreichend erachtet.
Selon CSP, une telle procédure donnerait l’impression d’une violation du principe de la séparation des pouvoirs et serait contraire au principe de l’économie de procédure.