Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/93: Anpassungen des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) (Verfahrensnormen und Informationssysteme) · 37 Seiten
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3.9 Prononcé de la mise en détention Dublin (art. 80a, al. 1, let. a, P-LEtr)
Zustimmung
Les cantons AG, AI, AR, BE, BS, GE, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, TG, TI, VD et VS, les partis CVP et FDP ainsi que FSA, KKJPD, ODAGE, SBV, SFH, sgv, SOSF et SSV soutiennent cette adaptation.
Ablehnung
SVP lehnt diese Änderungen ab.
Gemäss SVP ist Haft für Dublin-Asylsuchende nur noch bei erheblicher Gefahr des Untertauchens möglich (vgl. BGer 2C_207/2016 vom 2. Mai 2016, E. 4). Für Dublin-Fälle betrage die absolute Maximalhaftfrist seither nur noch 3 Monate plus 7 Wochen. Diese Zeit reiche in vielen Fällen nicht aus, um die Überstellungen in das betroffene Dublin-Land zu vollziehen. Bei Unmöglichkeit des Flugantritts beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen greife die dreimonatige Renitenzhaftverlängerung ohnehin nicht. Die Dublin-Fälle müssten sehr oft, etwa aufgrund des Fristablaufs, vor einer möglichen Ausschaffung wieder freigelassen werden. Oder sie könnten wegen den strengeren Anforderungen (Passivität bzw. fehlende Kooperation bei der Papierbeschaffung gelten heute, im Gegensatz zu früher, nicht mehr als haftbegründende Untertauchensgefahr) gar nicht erst in Haft genommen werden. Wie die Zahlen zeigen, würden viele vom Dublin-Abkommen betroffene Asylbewerber untertauchen. Wenn diese nach 18 Monaten wieder auftauchen, seien es keine Dublin-Fälle mehr. Folglich sei definitiv die Schweiz für die Asylverfahren zuständig. Das Missbrauchspotenzial dieser Neuerungen sei absehbar. Sie seien unzulänglich – egal, welcher Kanton letztlich für die Durchführung verantwortlich sei.
Änderungen
Gemäss SFH ist Artikel 80a AuG zu ergänzen, damit ein effektiver Zugang zu Rechtsberatung und -vertretung gewährleistet wird. Dasselbe gilt für Artikel 80 AuG bezüglich der Nicht-Dublin-Fälle.
Bemerkungen
Selon GE, l'ouverture d'un centre de renvoi de la Confédération sur son sol impliquera une augmentation du nombre de renvois effectués par la police genevoise, avec les impacts en besoin de ressources qui en découlent.
SO begrüsst die Schaffung dieses Artikels vollumfänglich, da die Prozesse bezüglich des Rückkehrbereichs im Kontext der Neustrukturierung des Asylbereichs derzeit noch unklar seien; dies obschon die Formulierung ohne Bestimmung einer Leitbehörde ein gewisses Risiko für negative Kompetenzkonflikte berge.
GE, VD, FSA et ODAGE constatent que cette adaptation permet de remédier à un oubli dans le projet de restructuration du domaine de l'asile.
3.10 Nouveau système d’information destiné au soutien au retour (art. 109f à 109j P-LEtr)
Zustimmung
Les cantons AG, AI, AR, BE, BS, GE, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, TG, TI, UR et VS, les partis CVP et FDP ainsi que KKJPD, OIM, SBV, SGB, sgv, SSV et VKM soutiennent cette adaptation.