Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2019/85: Botschaft zur Reform der beruflichen Vorsorge · 34 Seiten

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Die SAV befürwortet eine Angleichung des Rentenalters in der AHV auf 65 und darüber hinaus einen Anstieg des Rentenalters in Abhängigkeit der Lebenserwartung.

Der Bauernverband will das Thema Rentenalter in der beruflichen Vorsorge geregelt haben. Es soll ein Anreiz geschaffen werden, länger zu arbeiten, wenn man von besseren Leistungen

– gemessen am heutigen Leistungsniveau – profitieren möchte. Wichtig ist es, dass es bei Berufen mit starker körperlicher Beanspruchung, bei denen zudem oft früher mit der Erwerbsarbeit begonnen wird als bei anderen Berufen, möglich sein muss, früher und ohne Einbussen (Referenzalter/ Rentenalter) in die Pension zu gehen.

4.6 Berücksichtigung von Teilpensen / Mehrfachbeschäftigung

UR befürwortet für Personen, die mehreren Teilzeitarbeiten nachgehen, eine kumulierte Betrachtung ihrer Einkommen. EFS schlägt vor, dass Teilpensen via Arbeitgeber mit dem grössten Lohnanteil kumuliert und das Total in der zweiten Säule versichert werden sollen. Juristinnen Schweiz und NGO-Koordination erachten es als unerlässlich, dass mehrere Teilpensen kumuliert werden und das Total in der 2. Säule versichert wird. Der versicherte Verdienst muss gestützt auf die Summe der Teilverdienste bestimmt werden. Auch Busi-

ness&Professional Women, Frauenzentrale Zug, Frauenzentrale Kanton Glarus und

Frauenaargau setzen sich dafür ein, dass die Eintrittsschwelle und der Koordinationsabzug auf dem gesamten Lohn beurteilt werden. VPE fordert eine effektiv bessere Versicherung für Erwerbstätige mit mehreren Teilzeitstellen. Inclusion Handicap und PMS fordern die obligatorische BVG-Versicherung für Personen mit Mehrfachbeschäftigungen und einem Gesamtjahreseinkommen über der BVG-Eintrittsschwelle.

Suisseculture, Suisseculture social, SONART, Autorinnen und Autoren der Schweiz,

visarte und Theaterschaffende Schweiz schlagen Verbesserungen vor, welche den besonderen Umständen bei Berufen mit häufig wechselnden und befristeten Anstellung besser Rechnung trägen. Agile.ch und VASK Schweiz schlagen vor, Arbeitgebende zu verpflichten, ihre Arbeitnehmenden auf die Möglichkeit der freiwilligen BVG-Versicherung für Mehrfachbeschäftigte aufmerksam zu machen. Zudem seien die Vorsorgeeinrichtungen zu verpflichten, Mehrfachbeschäftigte zu versichern.

Diverse Schweizer Jungparteien fordern die Anpassung des Jahreslohnes an den Beschäftigungsgrad.

4.7 Weitere Vorschläge

ZH schlägt vor, den Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer zu erhöhen, weil die Belastung der Kantone hoch sei.

SP und SP Frauen fordern, dass ein Rentenzuschlag auch auf Hinterlassenenrenten für Witwen und Witwer gewährt wird, sofern diese Erziehungs- und Betreuungsarbeit nachweisen können.

EKF und VASK Schweiz fordern, dass die Eintrittsschwelle für die BVG-IV-Rente auf 20% gesenkt wird. Die EKF schlägt vor, dass mehrere Teilpensen kumuliert und das Total in der

2. Säule versichert werden soll. Der versicherte Verdienst soll aufgrund der Summe der Teilverdienste bestimmt werden.

Das PK-Netz verlangt, dass exorbitanten Entschädigungen der Broker bald griffig reguliert werden sollen. Weiter müsse es stärkere Gewinneinschränkungen, adäquate Risikoprämien und sowie Transparenz in Bezug auf die Verwaltungskosten in der beruflichen Vorsorge geben.

Der SLBV fordert eine stärkere Betrachtung der Beitragsdauer anstelle des Rentenalters: bei Berufen mit starker körperlicher Beanspruchung müsse es möglich sein, früher und ohne Einbussen (Referenzalter/ Rentenalter) in die Pension zu gehen.