Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/46: Revision des Obligationenrechts (Baumängel) · 28 Seiten
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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Revision des Obligationenrechts (Baumängel)
Eine Organisation309 sieht gesetzgeberischen Handlungsbedarf aufgrund der vorgebrachten Kritik. Aus Sicht der Grundbuchführung sei jedoch kein Gesetzgebungsbedarf vorhanden.
Eine weitere Organisation äussert sich nicht explizit zum Handlungsbedarf, fordert jedoch eine Beschränkung auf bestimmte Leistungen.310 Ein Kanton spricht sich für die Beseitigung des Doppelzahlungsrisikos aus, wenn die existierenden Sicherheiten bestehen bleiben.311
2 Organisationen312 sehen keinen zwingenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Sie wären aber einer gesetzlichen Bestimmung nicht abgeneigt, welche eine Direktzahlung an den Subunternehmer durch den Bauherrn vorsieht vorbehältlich eines diesbezüglichen Verzichts vonseiten des Bauherrn.
4 Kantone313 und 17 Organisationen314 verneinen einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf, wobei die Ablehnung von 7 Organisationen315 dezidiert ausfällt. Als Begründung werden verschiedene Argumente angeführt: Das Bauhandwerkerpfandrecht sei das einzige Instrument für Bauhandwerker, ihre Rechte geltend zu machen,316 und ein notwendiges Sicherheitsinstrument317. 3 Organisationen führen an, dass es dem Bauherrn möglich sei, durch Druck auf das Generalunternehmen die Bezahlung des Subunternehmens zu bewirken und damit eine angedrohte Eintragung abzuwehren.318 Viele Teilnehmende verweisen auf die bestehenden vertraglichen Möglichkeiten, um dem Doppelzahlungsrisiko vorzubeugen.319 So könne beispielsweise Folgendes vertraglich verabredet werden: Direktbezahlung des Subunternehmens320 (bei Zahlungsschwierigkeiten des Generalunternehmens321), Kenntnisnahme des Bauherrn über beigezogene Subunternehmen,322 eine Ablöseklausel,323 den Rückbehalt der Vertragssumme bis zum Fristablauf der Eintragung324 oder dem Nachweis der Bezahlung des Subunternehmens325, eine Sicherheitsleistung eines Dritten,326 die Einsetzung eines Bautreuhänders327 oder die Pflicht, die Zahlung des Bauherrn direkt an das Subunternehmen weiterzuleiten328. Für eine Organisation bieten vertragliche Vereinbarungen nicht ausreichend Schutz vor dem Doppelzahlungsrisiko, doch überwiege der Vorteil der Sicherung des Entgelts.329 Für mehrere Teilnehmende330 ist die sorgfältige Auswahl des Generalunternehmens
309 VSGV.
310 CATEF (S. 3) siehe 4.4.2.
311 AG.
312 CP, USPI Schweiz.
313 NE, SZ, ZH, VS.
314 Bauenschweiz, Construction romande, economiesuisse, Entwicklung Schweiz, FER, FMB, FSKB (S. 1), Halter AG, Holzbau Schweiz, KSE (S. 1), metal.suisse, SBMV (S. 1, 5), SGV, SIA, SMGV (S. 2, 8), SVIT Schweiz, usic.
315 Bauenschweiz, Construction romande, FMB, FSKB (S. 1), KSE (S. 1), metal.suisse, SBMV (S. 1, 5).
316 Construction romande, FER, Holzbau Schweiz, SMGV (S. 8).
317 SBMV (S. 3).
318 FSKB (S. 4), KSE (S. 4), metal.suisse.
319 ZH, Construction romande, economiesuisse, FER, FMB, FSKB (S. 4), Holzbau Schweiz, KSE (S. 4), metal.suisse, SBMV (S. 4), SGV, SMGV (S. 8), SVIT Schweiz.
320 FSKB (S. 4), Holzbau Schweiz, KSE (S. 4), SBMV (S. 4), SMGV (S. 8).
321 ZH.
322 FMB.
323 ZH, FSKB (S. 4), KSE (S. 4).
324 FSKB (S. 4), KSE (S. 4), metal.suisse.
325 FMB, SMGV (S. 8).
326 Holzbau Schweiz, SBMV (S. 4), SGV, SMGV (S. 8).
327 SBMV (S. 4).
328 SBMV (S. 4).
329 Entwicklung Schweiz.
330 FSKB (S. 4), Halter AG, KSE (S. 4), SBMV (S. 4), SGV.