Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2004/124: Bericht und Vorentwürfe über die Änderung des StGB und des MStG betreffend die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Provider und die Kompetenzen des Bundes bei der Verfolgung strafbarer Handlungen (Netzwerkkriminalität) · 32 Seiten

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behörden beseitigt habe. Der ganze Vorentwurf wird als zu "Providerlastig" bezeichnet17.

2. Vorentwurf B

Die überwiegende Mehrheit der Vernehmlasser18 befürwortet die vorgeschlagenen Ermittlungskompetenzen des Bundes in der ersten Verfahrensphase, wenn der Verdacht besteht, dass eine der kantonalen Gerichtsbarkeit unterstehende strafbare Handlung mittels elektronischer Kommunikationsnetze begangen wurde, und der zur Strafverfolgung zuständige Kanton noch nicht feststeht.

Die vorgeschlagenen Weisungskompetenzen der Bundeskriminalpolizei (Art. 344 Abs. 2 VE-StGB) werden indessen mehrheitlich abgelehnt19. Insbesondere sind diese Weisungskompetenzen für die meisten Kantone nicht vorstellbar. Hingegen werden sie von den politischen Parteien begrüsst20. Von den interessierten Organisationen werden sie unterschiedlich bewertet (vgl. Ziff. Vl. 2.).

III. Die Meinungen zu den einzelnen Bestimmungen des Vorentwurfs A

1. Ergänzung des Randtitels im 6. Abschnitt des Zweiten Titels StGB und

das Tatmittel als Anknüpfungskriterium für die Beurteilung der Straf-

barkeit

Die Ergänzung des Randtitels "Strafbarkeit der Medien" im 6. Abschnitt des Zweiten Titels StGB mit dem Begriff "in elektronischen Kommunikationsnetzen" wird vom Bundesstrafgericht, von 21 Kantonen21, allen politischen Parteien22 und der überwiegenden Mehrheit der Organisationen23 begrüsst. Diese Zustimmung gilt auch für die Anknüpfung an das Tatmittel für die Beurteilung der Strafbarkeit.

Für den Kanton LU ist das Tatmittel die einzige Möglichkeit um die Provider in die Verantwortung zu nehmen. Für die Kantone OW, ZG, NE und AR stimmt die weite Fassung des Begriffes "elektronische Kommunikationsnetze" im Ansatz zwar zuversichtlich, doch werde dadurch die Umschreibung und Auslegung des Begriffes letztendlich der Gerichtspraxis überlassen. Für den Kanton BS erlaubt der Begriff auch

17 KD

18 BstGer, BS, UR, ZH, BE, LU, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO, BL, SH, AR, AI, SO, GR, AG, TG, TI, VS, NE, GE, JU, LPS, SP, SVP, CSP, CVP, EVP, allianceF, Cp, FER, FRC, ICT, kf, Limita, MCI, asut, SBK, sgv, simsa, SUISA, VIW, VSP, VSEI, Zetel, acin, economiesuisse, EKKJ, SAV, HSW, KKPKS, KSBS, SAG, SKGB, SKG, impressum, Pro Juventute, SIG, UNIL, Werft22.

19 BstGer, BS, UR, ZH, BE, LU, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO, BL, SH, AR, AI, SO, GR, AG, TG, TI, VS, NE, GE, JU.

20 LPS, SP, SVP, CSP, CVP, EVP.

21 ZH, BE, LU, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO, BS, BL, SH, AR, SG, GR, TG, TI, VS, NE, GE.

22 SP, CVP, SVP, LPS, EVP, CSP.

23 AudioVision, allianceF, cablecom, Cp, COLT, sgv, DJS, impressum, eBay, EKKJ, FER, FRC, GARP, HSW, ifpi, ICT, KD, KKPKS, KSBS, kf, Limita, MCI, Orange, PLP, ricardo.ch, SwissBanking, SUISA, SKGB, SKG, Pro Juventute, SAV, SIG, asut, SRG, sunrise, SICTA, simsa, Swisscable, Swisscom, SWISSFILM, SWITCH, UNIGE, UNIL, VIW, economiesuisse, VSP, VSEI, VSKB, Werft22, Zetel.