Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2004/71: Bilaterale Abkommen II · 31 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 3Fedlex · Ergebnisbericht
- 3 -
de eine Liste mit Kontaktpersonen zur Verfügung gestellt, über welche sie Fragen zu den einzelnen Abkommenstexten und zu den jeweiligen Erläuterungen abklären konnten. Insbesondere den italienischsprachigen Vernehmlassungsteilnehmern wurde darüber hinaus angeboten, sich anlässlich einer besonderen Veranstaltung zu informieren. Von diesen Angeboten wurde kaum bzw. nicht Gebrauch gemacht.
Insgesamt 134 Institutionen und Privatpersonen haben sich – zum Teil spontan – am Vernehmlassungsverfahren beteiligt. Die Antworten gliedern sich wie folgt:
Kategorie Anzahl Angefrag- Anzahl Antworten
Kantone (21)
te Kantone 26 KdK und einzelne Bundesgerichte 22
Parteien 158
Spitzenverbände 88
Weitere interessierte Kreise 9140
Spontane Antworten interessierter Kreise31
Spontane Antworten Privater23
Total 142134
2. Allgemeine Beurteilung der Vorlage
2.1. Ergebnisse insgesamt
Folgende Tendenzen gehen aus den Antworten hervor: Die weitaus grösste Zahl der Vernehmlassungsteilnehmer stimmt dem Abschluss der Bilateralen II zu. Auf klare Ablehnung stossen die Abkommen nur bei der SVP bzw. in Bezug auf die Abkommen zu Schengen/Dublin bei der AUNS und der EDU. Zahlreiche Schützenverbände nehmen kritisch zur vorgesehenen Waffengesetzrevision Stellung. Teilweise wird kritisiert, dass der Bund darauf verzichtet hat, sämtliche Vernehmlassungsunterlagen in die verschiedenen Amtssprachen zu übersetzen.
2.2. Kantone
Die Kantonsregierungen beauftragten die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), eine gemeinsame Stellungnahme auszuarbeiten und den Kantonen zur Beschlussfassung vorzulegen. An der Plenarversammlung der KdK vom 17. September 2004 verabschiedeten 25 Kantonsregierungen ihre Stellungnahme: Die Kantone stimmen dem geplanten Abschluss der Abkommen in den Bereichen Schengen/Dublin, Betrugsbekämpfung, Zinsbesteuerung, verarbeitete Landwirtschaftsprodukte, MEDIA und Ruhegehälter einstimmig zu. Die Kantone nehmen davon Kenntnis, dass der Bundesrat in den Bereichen Statistik und Europäische Umweltagentur Abkommen abschliessen will. Die Kantone bedauern ausdrücklich, dass es im Bereich Jugend und Bildung nicht zum Abschluss eines Abkommens gekommen ist. Sie fordern den Bundesrat auf, die Verhandlungen so frühzeitig aufzuneh-