Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2019/53: Bundesgesetz über Überbrückungsleistung für ältere Arbeitslose · 30 Seiten
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erung um weitere 400 Personen. Davon werden ein Jahr nach der Aussteuerung 120 Personen Überbrückungsleistungen zustehen und zwei Jahre nach der Aussteuerung nochmals 80 Personen.
- Die Hälfte der verheirateten ausgesteuerten Frauen und ein Viertel der verheirateten ausgesteuerten Männer erhalten keine Überbrückungsleistungen, weil das Einkommen ihres Ehepartners bzw. ihrer Ehepartnerin zu hoch ist. Dadurch reduziert sich die Anzahl um weitere 400 Personen.
Ausgehend von jährlich 2 610 Ausgesteuerten mit Alter 60 oder mehr, führen die beschriebenen Annahmen insgesamt zu folgender Schätzung der Anzahl Personen, die pro Jahr neu ins System eintreten werden: Im Zeitpunkt der Aussteuerung 1 500 Personen, ein Jahr nach der Aussteuerung 1 620 Personen und zwei Jahre nach der Aussteuerung 1 700 Personen (600 Frauen und 1 100 Männer).
4.1.2 Entwicklung des Bestandes
Die Bestandesschätzung für die Jahre 2022 bis 2035 stützt sich einerseits auf die Schätzung des durchschnittlichen jährlichen Neuzugangs und andererseits auf die Entwicklung der Erwerbsbevölkerung37. Ausserdem ist bei der Entwicklung des Bestandes zu berücksichtigen, dass ein Teil der Personen, welche eine Überbrückungsleistung beziehen, wieder eine Arbeitsstelle finden wird und die Überbrückungsleistung deshalb eingestellt oder reduziert werden kann. Dazu wird folgende Annahme über den Anteil der Personen, die aus dem System austreten werden, getroffen:38
Anzahl Jahre vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters
5 Jahre 4 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 1 Jahr
10 Prozent 5 Prozent 2,5 Prozent 1,25 Prozent 0,625 Prozent
Ohne grössere Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, welche die Anzahl der 60-jährigen und älteren Ausgesteuerten in den kommenden Jahren stark beeinflussen würden, und ohne Berücksichtigung von allfälligen Anreizeffekten und Verhaltensänderungen, führen all diese Annahmen zur folgenden Bestandesschätzung (gemäss Ziff. 4.1.1 werden im ersten Jahr 1 500, im 2. Jahr 1 620 und im 3. Jahr 1 700 Personen ausgesteuert. die nachstehende Abweichung von diesen Zahlen ist auf die demografische Entwicklung zurückzuführen.):
Anzahl Jahr ÜL-Bezüger/innen 20221700
20233100
20244300
20255000
20265300
20275300
20285300
20295300
20305200
20315200
20325100
20335000
20344900
20354900
4.1.3 Schätzung der durchschnittlichen Höhe der Überbrückungsleistung
Die Höhe der Überbrückungsleistung wird gemäss den Vorgaben zur Berechnung der Ergänzungsleistungen ermittelt und entspricht somit der Differenz zwischen den anrechenbaren Ausgaben und den anrechenbaren Einnahmen. Im Betrag der Überbrückungsleistung ist auch der Betrag für die Krankenkassenprämie enthalten. Deshalb kann die durchschnittliche Überbrückungsleistung mit Hilfe der vorhandenen Daten zu den Ergänzungsleistungen abgeschätzt werden. Dabei müssen allerdings einige Elemente, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung einfliessen, angepasst werden. Konkret wurden bei den untersuchten EL-Fällen folgende Anpassungen gemacht, um die Höhe der Überbrückungsleistung abzuschätzen:
37 BFS - Bevölkerungsszenario A-00-2015.
38 Fluder et al. (2017) berechneten für die 55-jährigen und älteren Ausgesteuerten eine nachhaltige Erwerbsintegrationsquote von 13,9 Prozent.