Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2021/52: Änderung der Verkehrszulassungs- und der Strassenverkehrskontrollverordnung · 33 Seiten

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Änderung der Verkehrszulassungsverordnung (VZV) und der Strassenverkehrskontrollverordnung (SKV) Ergebnisbericht

4.2 B. Umsetzung der Motion 17.3520 Graf-Litscher «Nein zur doppelten Strafe für Berufsfahrer und Berufsfahrerinnen!»

4.2.1 Entwurf der Verkehrszulassungsverordnung (E-VZV) Berufsfahrten erlauben (Frage 7) Sind Sie einverstanden, dass die kantonale Behörde Personen, die im Durchschnitt einer Woche mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit ein Fahrzeug führen, Fahrten zur Berufsausübung während eines Lernfahr- oder Führerausweisentzuges erlauben kann (Art. 33 Abs. 5 E-VZV)? Beurteilung, Bemerkungen und Anträge

Zustimmung (in Fragebogen „Ja“ angekreuzt)

ZG, GR, AG, TI, FDP, SVP, SPS, SGV (Gewerbe), SBV (Bauern), SGB, CentrePatronal, VSSM, VSSA, SVLT, HandelSchweiz, FER, SEV, VSBM, suissetec, transfair, metalsuisse, FMS, FREC, VFAS, SOB, transN, VBZ, BLWE, VCS, SSR

217.10 Kreis der Betroffenen soll auf Berufsgruppen erweitert werden, die weniger SBV (Bauern), VSSM,

als die Hälfte ihrer Arbeitszeit ein Fahrzeug führen (Handelsreisende, Mon- VSSA, SVLT, Handeltage, Servicetechnik, Landwirtschaft) oder zur Berufsausübung Motorfahr- Schweiz, VSBM, suissezeuge bis 45 km/h (ohne Motorräder) führen (Landwirtschaft). tec, metalsuisse

217.11 Abgrenzung der Personen, denen während dem Ausweisentzug weiterhin ZG, GR, AG, TI, SSR

Berufsfahrten erlaubt sind, ist in der Praxis schwierig umzusetzen (zusätzli-

cher Verwaltungsaufwand, Überprüfung von Angaben wie "Angewiesenheit

auf den Führerschein" oder "beruflich notwendige Fahrten" durch Polizei und

Behörden) und birgt die Gefahr von Missbrauch (beliebige Bestätigungen

durch Arbeitgebende, falsche Selbstdeklarationen bei Selbstständigen).

Erweiterter Ermessensspielraum im Kaskadensystem bei leichten Wider-

handlungen oder Sanktionen bei Missbrauch können den Vollzug erleich-

tern.

217.12 Risiko des Arbeitsplatzverlustes durch den Entzug des Führerausweises soll SGV (Gewerbe), SGB,

gemindert werden (keine weitergehende Privilegierung, sondern vermeiden FDP, SPS, SEV doppelter Bestrafung).

217.13 Grundsatz der Rechtsgleichheit soll bei Führerausweisentzug nicht verletzt GR

werden. Neue Regelung führt zu Privilegierung der Berufsfahrenden gegen-

über anderen Personengruppen (gesundheitliche Einschränkung, einge-

schränkte Mobilität).

217.14 Neuregelung ermöglicht bessere Erfassung von Kurierdienst- oder Taxifah- SPS

renden.

217.15 Bedingungen für genehmigte Fahrten sollen nicht durch Kantone definiert CentrePatronal

werden.

Ablehnung (in Fragebogen „Nein“ angekreuzt)

ZH, BE, LU, UR, SZ, OW, NW, GL, FR, SO, BS, BL, SH, AR, AI, SG, TG, VD, VS, NE, GE, JU, SSV, ACVS, KSSD, SVSP, asa, FRS, ASTAG, Fussverkehr, BVB, FART, bfu, RoadCross, ASN, VfV, SBV (Blinde)

217.20 Grundsatz der Rechtsgleichheit soll bei Führerausweisentzug nicht verletzt ZH, LU, UR, SZ, OW,

werden. Neue Regelung führt zu Privilegierung der Berufsfahrenden gegen- NW, GL, FR, SO, BS, über anderen Personen- (gesundheitliche Einschränkung, eingeschränkte BL, SH, AR, AI, SG, Mobilität) und Berufsgruppen (weniger als Hälfte der Arbeitszeit ein Fahr- TG, VD, VS, NE, JU, zeug führen, z.B. Baugewerbe, Handwerk, Gartenbau, Handelsreisende). SSV, KSSD, SVSP, asa, RoadCross, ASN, SBV (Blinde)