Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2024/21: Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) sowie der Berufsbildungsverordnung (BBV). Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung · 34 Seiten
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dualstark, fial und SwissAccounting fordern für die gesamte HBB die Einführung von eigenständigen Titeln anstelle von Titelzusätzen. dualstark hält fest, dass sie sich für die Einführung der Titelzusätze gemäss Vernehmlassungsvorlage aussprechen würden, wenn die Einführung eines Titels nicht mehrheitsfähig wäre. SwissAccounting begründet die Forderung, dass mit der Bezeichnung «Professional» eine klare Abgrenzung zu den Hochschulabschlüssen erreicht würde. Daher sei es nicht notwendig, dass die Titelzusätze verpflichtend mit dem vollständig geschützten Titel verwendet werden müssen. Die in der Vernehmlassung vorgeschlagene Lösung der Titelzusätze sei international, aber auch national nicht praktikabel.
Für EIT.swiss sind die Titelzusätze zusätzlich mit der Fachrichtung zu ergänzen, um die Verständlichkeit der Abschlüsse im Personalbereich zu erhöhen.
VSSM wünscht eine sprachliche Differenzierung beim «Professional Bachelor/Bachelor Professional» zwischen den Abschlüssen der eidgenössischen Berufsprüfungen und der höheren Fachschulen.
VSSM würde in der englischen Übersetzung befürworten, dass die Titelzusätze Teil des Haupttitels würden, da es im internationalen Umfeld Verwirrung auslösen könnte. HotellerieSuisse und RLP Tourismus fordern die englische Übersetzung des Titelzusatzes für das Diplom HF in der Form «Bachelor Professional in… (Fachrichtung)» zu gestalten. Nur so könne die gewünschte internationale Vergleichbarkeit gewährleistet werden bzw. die schulische Qualität der Ausbildung an den höheren Fachschulen im internationalen Umfeld klar zum Ausdruck gebracht werden. SwissAccounting regt an, dass die Titelbezeichnungen nicht nur in den Amtssprachen geschützt werden, sondern auch in englischer Sprache (vgl. Art. 28 Abs. 1bis).
SDS-Direktorenkonferenz und Swiss Textiles fordern für die Bildungsgänge HF den «Professional Master» anstelle des «Professional Bachelor». Dass sowohl die BP als auch die Bildungsgänge HF den Zusatz «Professional Bachelor» erhalten würden, führe zu einem zusätzlichen, doppelten Wettbewerbsnachteil für die höheren Fachschulen. Ein/e Lehrabgänger/in könne mit einer BP trotz deutlich geringerem Kosten- und Zeitaufwand denselben Titelzusatz (Professional Bachelor) wie bei einem Bildungsgang HF erreichen.
AIS, Avenir Social, kibesuisse, SAVOIRSOCIAL und sf-mvb merken mit Blick auf die Umsetzung an, dass die Umstellung auf die neuen Titelzusätze kommunikativ sehr gut begleitet werden müsse.
VSSM fordert, dass bei einer Einführung dieser Zusatztitel die bestehenden Prüfungsordnungen pragmatisch automatisch anzupassen seien.
OdA KT macht darauf aufmerksam, dass es durchaus auch kritische Aspekte zu beachten gebe, wie die Abgrenzung zu den Hochschulabschlüssen. Auch sei sicherzustellen, dass an die Titelzusätze keine weiteren Erwartungen oder Wirkungen geknüpft würden und kein Akademisierungsdruck entstehe. FAHM argumentiert ähnlich.
Centre Patronal sei ursprünglich gegen die Einführung der Titelzusätze gewesen und möchte eine Verwechslung mit den Hochschulabschlüssen unbedingt verhindern. Nun herrsche aber politischer Konsens, dass es diese Titelzusätze brauche. In diesem Kontext sei wichtig, dass es diese für die gesamte HBB gebe und nicht nur für die Bildungsgänge HF. Auch solle darauf verzichtet werden, die Reihenfolge zu «Bachelor Professional/Master Professional» zu wechseln.
EXPERTsuisse nimmt eine neutrale Position ein. Die Einführung der Titelzusätze sei aufgrund der Entwicklungen in Deutschland und Österreich nicht mehr zu stoppen. Aber es gebe Nachteile, u.a. eine Vermischung der Bildungssysteme und eine inflationäre Verwendung attraktiver Begriffe aus dem Hochschulbereich. Dies könnte die hart erarbeitete Position der HBB-Titel des Verbandes schwächen. Darüber hinaus sei ein Bedeutungsverlust des NQR Berufsbildung zu erwarten. Dieser sei differenzierter und informativer als ein «Zwei-Stufen-System» mit Bachelor- und Masterbezeichnungen.
VBV hält fest, dass die Titelzusätze im besten Falle einen gewissen Impuls zur Sichtbarkeit geben würden. Im unerwünschten Fall könnte Verwirrung entstehen und Abgrenzungsbemühungen der Hochschulen könnten die höhere Berufsbildung als defizitär darstellen. Diese Risiken seien zu minimieren. VBV verweist darauf, was die beiden Titelzusätze für ihre drei Abschlüsse in der Branche bedeuten