Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2024/21: Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) sowie der Berufsbildungsverordnung (BBV). Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung · 34 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 23Fedlex · Ergebnisbericht
würden: Personen mit einer BP würden teilweise auch noch einen Bildungsgang HF und (via Passerelle) einen Studiengang FH absolvieren. Diese Absolvierenden hätten dann drei Bachelor-Titel bzw. entsprechende Zusätze. Ein Uni-Bachelor könne auch noch dazu kommen.
Avenir Social stellt sich nicht grundsätzlich gegen die Einführung der Titelzusätze, möchte jedoch anmerken, dass es sich um eine reine Marketingmassnahme handle (keine Verbesserung der internationalen Vergleichbarkeit, keine Verbesserung der Löhne oder Zulassung zu den Hochschulen, Gefahr der Vermischung der Abschlüsse innerhalb der Branche). Der Fokus müsste viel mehr auf einer besseren Kommunikation über den Mehrwert der bestehenden Abschlüsse liegen und was sie voneinander unterscheidet.
Anthrosocial, ARTISET, Forum BB RW, H+, Notfallpflege Schweiz, OdASanté, SBK, SGI, SIGA-
FSIA, Spitex Schweiz, SSAPM, Swiss Paramedic und unimedsuisse stimmen nur unter bestimmten
Voraussetzungen zu:
Forum BB RW, H+, Notfallpflege Schweiz, OdASanté, SBK, SGI, SIGA-FSIA, Spitex Schweiz,
SSAPM und Swiss Paramedic lehnen ab, dass BP und Bildungsgänge HF denselben Titelzusatz «Professional Bachelor» erhalten. Diese beiden Abschlüsse hätten im Gesundheitsbereich klar unterschiedliche Kompetenzniveaus. Dies gebe eine Verwässerung der Abschlüsse, gefährde die Patientensicherheit und führe zu einer Abwertung des HF-Titels. Anthrosocial und ARTISET weisen ebenfalls darauf hin, dass der gleiche Titelzusatz für BP und Bildungsgänge HF einen falschen Eindruck hinsichtlich der unterschiedlichen Kompetenzniveaus erwecken könnte.
H+, OdASanté und Spitex Schweiz fordern eine branchenspezifische Umsetzung, damit sie der Einführung von Titelzusätzen zustimmen können. H+ und OdASanté fordern, dass die Titelzusätze im Gesundheitsbereich nur für Bildungsgänge HF und HFP vergeben werden sollen.
Spitex Schweiz hält am Alternativvorschlag aus der Konsultation 2023 der Gesundheitsbranche fest, der eine fakultative Einführung eines «Professional Diploma» als Titelzusatz für die Stufe der BP vorsieht.
Notfallpflege Schweiz, SBK, SGI, SIGA-FSIA und SSAPM fordern eine klare sprachliche Unterscheidung der Titelzusätze zwischen den Bildungsgängen HF und den BP, damit sie der Einführung von Titelzusätzen zustimmen können. Nur so wäre sichergestellt, dass die Abstufung der Abschlüsse im Gesundheitsbereich auch bei den Titelzusätzen berücksichtigt werde.
Forum BB RW und Swiss Paramedic fordern den «Professional Master» für die Bildungsgänge HF, damit diese denselben Zusatz wie die HFP erhalten würden.
H+, Notfallpflege Schweiz, SBK, SGI, SIGA-FSIA und SSAPM fordern zudem den Titelzusatz «Professional Master» für die Inhabenden eines Diploms NDS HF AIN.
unimedsuisse schlägt vor, die Titelzusätze im Bereich der Pflege nicht zu verabschieden. Die Koexistenz von «Professional Bachelor» und «Professional Master» würde im Pflegebereich zu Verwirrung führen. Es sei vor allem wichtig, dass die Absolvierenden einer BP nicht denselben Titel wie diejenigen eines Bildungsgangs HF tragen dürften. Bei den anderen Berufen würden keine Einwände erhoben. Die Titelzusätze könnten potenziell die Attraktivität bestimmter Berufe für junge Menschen erhöhen und dies werde begrüsst.
AMS, BFH, fh-ch, FH Schweiz, FKG-CSS, HESO-SO, SASSA, SNL, Swiss Banking, swissuniversities und VFP lehnen die Massnahme ab:
Für Swiss Banking würden die Titelzusätze nicht zu einer besseren Verständlichkeit der Abschlüsse der HBB beitragen und eine zusätzliche Komplexität ins System bringen. Des Weiteren sei die Abgrenzung zu den Hochschulabschlüssen nicht ausreichend gegeben.
Gemäss swissuniversities seien die verwendeten Titel im Hochschulbereich verankert und deren Nutzung durch die HBB stifte Verwirrung hinsichtlich der Situierung der verschiedenen Abschlüsse im Schweizer Bildungssystem. Die Profilabgrenzung würde reduziert, der Stellenwert der Berufsmaturität