Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2024/21: Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) sowie der Berufsbildungsverordnung (BBV). Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung · 34 Seiten
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Travail.Suisse nennt verschiedene zu prüfende Punkte zur Weiterentwicklung der Berufsbildung, um dem Sog der gymnasialen Maturität zu widerstehen (u.a. Ausbau des allgemeinbildenden Unterrichts und der fachübergreifenden Kompetenzen, weitere Modularisierung der beruflichen Grundbildung, Beobachtung der Risiken der Digitalisierung bzw. Nutzung deren Chancen).
Weitere begrüsste interessierte Kreise
Swissmem bedauert, dass das SBFI zugunsten der beiden Titelzusätze auf die Behandlung des 2021 von der Trägerschaft der Rahmenlehrpläne Technik eingereichten Antrags auf Ingenieurfunktionsbezeichnungen für einzelne, ausgewählte HF Technik-Abschlüsse verzichtet habe. Die Durchmischung dieser zwei ganz unterschiedlich gelagerten Anliegen sei nicht gerechtfertigt. Swissmem beantragt deshalb beim SBFI, das Anliegen unabhängig vom Ausgang der laufenden Vernehmlassung erneut zu prüfen.
SVEB lehnt die neue Subventionspraxis für Bundesbeiträge an die Durchführung von eidgenössischen Berufs- und höhere Fachprüfungen ab. Trägerschaften sollten weiterhin Reserven bilden dürfen.
SAVOIRSOCIAL, sf-mvb, Swissmem und VSSM weisen darauf hin, dass die Massnahmen der vorliegenden Vernehmlassungsvorlage allein nicht reichten, um die Wahrnehmung der HBB-Abschlüsse nachhaltig zu stärken. Es brauche zwingend und dringend flankierende bzw. weitere Massnahmen, um diese Bildungsabschlüsse zu stärken. AIS, ARTISET, GastroSuisse, HotellerieSuisse, RLP Tourismus, STV und Swiss Textiles halten ebenfalls fest, dass der Handlungsbedarf für faire Wettbewerbsbedingungen für die HBB über das vorliegend Massnahmenparket hinausgehe. Insbesondere betreffe dies die höhere finanzielle Belastung der Studierenden an den höheren Fachschulen im Vergleich zu jenen der Hochschulen. GastroSuisse fordert, dass die höheren Fachschulen finanziell stärker vom Bund unterstützt werden sollten. Zu prüfen sei mitunter, ob die verwendeten finanziellen Mittel unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung richtig alloziert seien. LLS bezweifelt, dass die Titelzusätze allein die Anerkennung der Abschlüsse verbessern könnten. Es brauche eine echte lohnmässige Aufwertung der Abschlüsse.
AIS und kibesuisse halten fest, dass es weitergehende Massnahmen brauche, um die höhere HBB tatsächlich besser zu positionieren (siehe Kap. 4.5).
SDS-Direktorenkonferenz macht die Forderung nach einer höheren Finanzierung der Bildungsgänge HF davon abhängig, ob diese den eigenständigen Titel «Professional Bachelor in …» anstelle des Titelzusatzes erhielten oder nicht. Ohne eine zusätzliche Finanzierung würden die höheren Fachschulen dann Gefahr laufen, einen deutlichen Absolventenrückgang zu Gunsten der BP zu erleiden. Sie schlagen vor, dass Absolventinnen und Absolventen von höheren Fachschulen ebenfalls Bundesbeiträge in der Höhe von 50 % der Studienkosten erhalten sollten.
Notfallpflege Schweiz, OdASanté, SBK, SGI und SIGA-FSIA fordern, dass die von swissuniversities erlassenen Best-Practice Vorgaben, welche die Zulassung zum Bachelorstudium an Fachhochschulen regeln, dringend in dem Sinne zu revidieren, als dass die auf Stufe HBB erbrachten Bildungsleistungen in einem deutlich höheren Ausmass angerechnet werden könnten als bisher. Der neu festzulegende Weg sei auf die wesentlichen fehlenden Kompetenzen zu verkürzen. Dieser würde zu attraktiveren und für die Deckung des Versorgungsbedarfs dringend nötigen Entwicklungsmöglichkeiten und einer höheren Verweildauer im Beruf führen. Es reiche nicht, dass dieses Anliegen lediglich vom SBFI an die zuständigen Akteure adressiert wurde. OdASanté verweist dazu auf ihre Vernehmlassungsantwort zum GesBG im Rahmen der 2. Etappe der Pflegeinitiative.
EHB empfiehlt, die Durchlässigkeit zwischen der HBB und den Hochschulen weiterzuentwickeln. Die Anrechnung von Bildungsleistungen in der HBB für die Zulassung zu Hochschulstudiengängen und umgekehrt sei zu diesem Zweck weiter zu regeln.
SKKBS wünscht, in einem der beiden Gesetzestexte ein Artikel aufzunehmen, der besagt, dass es nach dem Bachelor, egal ob es sich um einen akademischen oder beruflichen Bachelor handele, möglich sei, sowohl einen akademischen als auch einen beruflichen Master zu absolvieren.
Swiss paramedic - Sezione Ticino e Moesano fordert, auch Strategien zur Stärkung derjenigen Berufe zu entwickeln, die sich in der Krise befänden.