Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2015/39: Änderung der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) · 31 Seiten

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Bericht GV-2018

3.4.2 Bisherige Anschlusstypen

Die aktuellen Dienste der Grundversorgung werden von Swisscom im Innern der Wohn- und Geschäftsräume der Kundin oder des Kunden mit einem der nachfolgenden Anschlüsse bereitgestellt:

 Analoganschluss (Art. 16 Abs. 2 Bst. a FDV);

 Digitalanschluss (Art. 16 Abs. 2 Bst. b FDV);

 Breitbandanschluss (Art. 16 Abs. 2 Bst. c FDV).

3.4.2.1 Analoganschluss

In Verbindung mit dem Analoganschluss wird heute ein Grundversorgungsangebot definiert, das am Netzabschlusspunkt36 ein Sprachkanal, eine Telefonnummer sowie ein Eintrag im Verzeichnis des öffentlichen Telefondienstes umfasst und der die Datenübertragung über Schmalband (sog. Dial-up) erlaubt. Diese Anschlussform unterliegt zurzeit einer Preisobergrenze von 23.45 Franken pro Monat (ohne Mehrwertsteuer).

3.4.2.2 Digitalanschluss

In Verbindung mit dem Digitalanschluss (ISDN) wird heute ein Grundversorgungsangebot definiert, das am Netzabschlusspunkt zwei Sprachkanäle, drei Telefonnummern sowie ein Eintrag im Verzeichnis des öffentlichen Telefondienstes umfasst und die Datenübertragung über Schmalband (sog. Dialup) erlaubt. Dieser Anschlusstyp darf gemäss geltendem Recht nicht mehr als 40 Franken pro Monat (ohne Mehrwertsteuer) kosten.

3.4.2.3 Breitbandanschluss

In Verbindung mit dem Breitbandanschluss wird heute ein Grundversorgungsangebot definiert, das am Netzabschlusspunkt ein Sprachkanal, eine Telefonnummer, ein Eintrag im Verzeichnis des öffentlichen Telefondienstes und ein Breitband-Internetzugang mit einer garantierten Übertragungsrate von 2000/200 kbit/s umfasst. Der entsprechende Leistungsumfang kann in Ausnahmefällen reduziert werden. Für diesen Anschlusstyp ist eine Preisobergrenze von 55 Franken pro Monat (ohne Mehrwertsteuer) vorgesehen.

3.4.3 Entwicklung zum Breitbandanschluss (All IP)

Die Benutzerinnen und Benutzer von Fernmeldediensten nutzen immer mehr und intensiver Internet Dienste (z.B. Social Medias, Youtube, Video on Demand und Cloud Services). Deshalb erstaunt es auch nicht, dass die weltweite durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit zum zweiten Mal in Folge die Breitbandschwelle von 4 Mbit/s37 überschreitet. Die Schweiz führt die europäische Liste mit einem durchschnittlichen Speed von 14.5 Mbit/s knapp vor Schweden (14.1 Mbit/s) an. Hierzulande wuchs die Durchschnittsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Es ist das dritte Quartal in Folge, dass die Schweiz die Liste der europäischen Länder anführt. Allerdings hat sich der Schweizer Wert im Vergleich zum Vorquartal um 2,6 Prozent verschlechtert, so dass die Schweiz global gesehen auf den vierten Platz hinter Japan rutschte. Diese kontinuierliche Steigerung des Bandbreitenbedarfs führt dazu, dass die Telekomanbieter vermehrt in IP-Netze investieren und die bestehenden TDM-Netze nicht mehr weiter ausbauen.

3.4.3.1 Abschaltung der TDM-Netze

Sowohl der Analoganschluss wie auch der Digitalanschluss wurden bislang auf der traditionellen TDM Technologie angeboten. Mit der TDM Technologie sind Anschluss, Netzkomponenten und Dienst eine Einheit. Dies führt dazu, dass mit der TDM Technologie im Vergleich zur IP-Technologie immer nur ein

36Siehe SR 784.101.113/1.6 Eigenschaften von Schnittstellen der Grundversorgung.

37Die Zahlen im Abschnitt stammen alle von: Akamai’s State of the Internet: Q3 2014 Report