Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2015/39: Änderung der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) · 31 Seiten
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Bericht GV-2018
3.2.6.2 Analyse gemäss Kriterien
Für die Bevölkerung und die Wirtschaft ist der Dienst ein starkes Bedürfnis und unverzichtbar. Benutzer nutzen die Informationssuche, vernetzen sich und tauschen Daten aus. Die Unternehmen bieten ihre Dienste online an und die Geschäftsstellen sind untereinander vernetzt.
Die Mehrheit der Bevölkerung nutzt bereits den „Zugang zum Internet“. In der Fernmeldestatistik 201217 wird die Verbreitung des Breitband-Internetanschluss, unter den Internet-Endkunden mit 99% ausgewiesen. Dies zeigt klar das Bedürfnis der Bevölkerung Internet nicht nur für die Informationssuche und E-Mails zu nutzen, sondern vermehrt für weitere über IP erbrachte Dienste. Auch für Unternehmen sind das Internet und die damit verbunden Dienste unverzichtbar und Bestandteil eines erfolgreichen Geschäftsmodells.
Für den Dienst gibt es Wettbewerb. In dicht besiedelten Gebieten kann der Kunde oft aus verschiedenen Anbietern auswählen. In wenig besiedelten Gebieten jedoch, ist die Wettbewerbssituation meist beschränkt oder gar nicht vorhanden.
Durch den „Mobilen Internet Zugang“ über 3G/4G oder Satellit, gibt es bereits heute Alternativen zum Internetzugang über den Breitbandanschluss, jedoch ist die Abdeckung sehr heterogen. Zudem sind auch die Preise des Internetzuganges via 3G/4G oder Satellit höher, als die Preisobergrenzen, die im Rahmen der Grundversorgung vorgesehen sind. Eine Alternative zum Internet gibt es aber auf absehbare Zeit nicht.
Die Technologie um den „Zugang zum Internet“ zu ermöglichen gilt als neutral, da diese auf IP basiert.
3.2.6.3 Schlussfolgerung
Der Dienst „Zugang zum Internet“ ist beizubehalten und von der Technologie des Anschlusses zu entkoppeln. Die Analyse anhand der Ausschlusskriterien liefert ein klares Bild. Die Markdurchdringung ist sehr hoch, für die Bevölkerung ist der „Zugang zum Internet“ ein sehr grosses Bedürfnis und für die Wirtschaft unverzichtbar. Es besteht zwar Wettbewerb mit dem „Mobilen Internet Zugang“, jedoch ist die Abdeckung nicht genügend und der Preis ist höher. Eine Alternative zum Internet gibt es auf absehbare Zeit nicht und der Dienst gilt als Technologieneutral da er auf IP-Technologie basiert.
3.2.7 Datenübertragung über Schmalband (Art. 15 Abs. 1 Bst. d i.V.m. Art. 16 Abs. 2 Bst. a und b FDV)
3.2.7.1 Dienstbeschreibung
Die Datenübertragung über Schmalband ermöglicht den Zugang zum Internet über den Sprachkanal des konventionellen Telefonnetzes (TDM-Netz). Der Zugang ins Internet erfolgt über ein Wählmodem (Dial-up). Dieses wählt zuerst eine Zugangsnummer im Telefonnetz und stellt dann über den Sprachkanal eine schmalbandige Datenverbindung (üblicherweise 9.6 - 56 kbit/s) für ein Datenendgerät (PC) bereit.
3.2.7.2 Analyse gemäss Kriterien
Die Dial-Up-Internetverbindung wurde um die Jahrtausendwende noch rege genutzt. Seitdem der Zugang ins Internet über andere, breitbandfähige Zugangstechnologien18 bereitgestellt wird, entspricht dieser Dienst keinem Kundenbedürfnis mehr.
17Quelle: BAKOM, Offizielle Fernmeldestatistik 2012, 31. März 2014, Tabelle SF7A S. 31.
18Quelle: BAKOM, Offizielle Fernmeldestatistik 2012, 31. März 2014, Tabelle SF8, S. 32.