Vorlage
Vernehmlassung 2020/66: Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 · 38 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 17Fedlex · Vorlage
Der Bund informiert die Öffentlichkeit über Massnahmen für den Klimaschutz, für den Klimawandel und für die Anpassung an den Klimawandel, berät Kantone und Gemeinden und unterstützt die Vermittlung entsprechender Informationen an Unternehmen sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Im Rahmen seiner Zuständigkeit und unter Achtung der föderalen Strukturen setzt sich der Bund für Bildung für nachhaltige Entwicklung ein, was auch die ökologische Komponente und somit den Klimawandel umfasst. Er fördert im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Grundlagen die Aus - und Weiterbildung in seinen Kompetenzbereichen, um Wissen und Handlungskompetenzen zum Klimaschutz auf allen Bildungsstufen zu stärken.
Internationale strategische Stossrichtungen
Die Schweiz trägt zur wirksamen Umsetzung des Klimaübereinkommens von Paris bei und stützt sich dabei auf wissenschaftliche Grundlagen ab. In den internationalen Klimaverhandlungen sowie in der multilateralen und bilateralen Zusammenarbeit engagiert sie sich insbesondere für eine effektive und rasche globale Verminderung von Treibhausgasemissionen, für robuste und detaillierte Umsetzungsrichtlinien und die verstärkte Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels.
Die Schweiz setzt sich verstärkt für die Mobilisierung des Privatsektors für klimafreundliche Investitionen in Entwicklungsländern ein und wirkt an der Finanzierung von Klimaprogrammen in den multilateralen Entwicklungsbanken mit. Weiter beteiligt sich die Schweiz aktiv an den Arbeiten der internationalen Finanzgremien zum Thema Klimaverträglichkeit von Finanzflüssen und unterstützt bilaterale und multilaterale Programme zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel.
Sie unterstützt eine integrierte Stadtplanung, nachhaltige urbane Mobilität, eine dauerhafte Trinkwasserversorgung, Ernährungssicherheit, eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen, ein effizientes Energiemanagement sowie eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Sie fördert den Gebrauch von effizienten und sauberen Technologien. Dabei nutzt sie das Potenzial der Städte als aussenpolitische Akteurinnen über Partnerschaften im In- und Ausland.
Die Schweiz setzt sich für die Umsetzung des Sendai-Rahmenabkommens zur Minderung von Katastrophenrisiken44 ein und stärkt ihre Partnerschaft mit Entwicklungsländern und relevanten regionalen Organisationen durch Informationsaustausch, Technologie- und Wissenstransfer und den Aufbau institutioneller Kapazitäten zur Risikominderung. Sie unterstützt ebenfalls die Globale Fazilität der Weltbank zur Verminderung und Bewältigung von Katastrophen. Die Entwicklung von Wetter-, Klima- und Umweltinformationen sowie von Frühwarn- und Beobachtungssystemen bildet eine wichtige Informationsgrundlage für die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Die Schweiz setzt sich auch für die Berücksichtigung und Bearbeitung der sicherheitsrelevanten Aspekte des Klimawandels ein.
4.2.2 Den Energieverbrauch senken, Energie effizienter nutzen und erneuerbare Energien aus-
bauen
Seit 2000 zeichnet sich in der Schweiz mit Ausnahme des Verkehrs insgesamt eine Stabilisierung des Energieverbrauchs ab. Dank erhöhter Energieeffizienz und vermehrtem Energiesparen durch Innovation, Lenkung und konkreter Anreizsetzung soll der durchschnittliche Energieverbrauch pro Person weiter reduziert werden. Eine grosse Herausforderung wird sein, trotz des grossen Bedürfnisses an Mobilität und des daraus resultierenden wachsenden Verkehrs45 den Energieverbrauch in diesem Bereich zu senken.
Das Schweizer Energiesystem stützt sich zu grossen Teilen auf nicht erneuerbare Ressourcen, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt.46 Für fossile und nukleare Energiequellen hängt die Schweiz ganz vom Ausland ab. Die Herausforderungen bestehen darin, die Umweltauswirkungen des Energiesystems mittels erneuerbarer Energiequellen zu reduzieren sowie die Stabilität und Resilienz des Systems bei der Zunahme der dezentralen Einspeisung von Strom aus teilweise witterungsabhängigen Energiequellen sicherzustellen. Der Ausbau der inländischen erneuerbaren