Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2016/17: Änderung von Verordnungen im Veterinärbereich · 24 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 22Fedlex · Erläuternder Bericht
Bandbreite gemäss Expertenmeinungen bisher zu eng gefasst. Die Bandbreiten wurden nun entsprechend angepasst.
Maximale Wassertemperatur
Neu wird auch bei der Wassertemperatur aus den oben beschriebenen Gründen nicht mehr zwischen Jungtieren und erwachsenen Tieren unterschieden. Zudem wird die Maximaltemperatur für die Haltung von Forellenartigen gemäss aktuellen Erkenntnissen angehoben.
Maximale Temperaturdifferenz beim Umsetzen
Bisher wird bezüglich der maximalen Temperaturdifferenz beim Umsetzen nicht unterschieden, ob die Fische in kälteres oder in wärmeres Wasser umgesetzt werden. Da jedoch ein Umsetzen in kälteres Wasser für die Fische viel problematischer ist, enthält die Tabelle neu separate Grenzwerte für das Umsetzen in kälteres und in wärmeres Wasser.
Maximale Futterentzugsdauer
Die meisten Forellenartigen fressen während der Wintermonate bzw. im kälteren Wasser deutlich weniger (Winterlaicher stellen während der Laichzeit das Fressen sogar nahezu komplett ein). Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, soll die maximale Futterentzugsdauer für Forellenartige auf 200 Tagesgrade (= Tage x Wassertemperatur) angehoben werden.
Da sich die einzelnen Arten innerhalb der Familien der Forellen- und der Karpfenartigen bisweilen biologisch recht stark unterscheiden, sind bezüglich Besatzdichte und Wasserparameter nebst den allgemeinen Mindestanforderungen zusätzlich immer auch noch artspezifische Bedürfnisse zu berücksichtigen. Da sich die meisten Wasserparameter zudem gegenseitig beeinflussen, ist die Wasserqualität immer als Ganzes zu betrachten. Darüber hinaus sollten zur Beurteilung der Wasserwerte nicht Einzelmessungen sondern Langzeitwerte verwendet werden (eine kurzfristige Überschreitung der maximalen Wassertemperatur kann beispielsweise mit genügend Frischwasserzufuhr und einer genügend hohen Sauerstoffsättigung kompensiert werden).
Anhang 2, Tabelle 8: Zierfische
Da das bisherige Berechnungsschema zur Berechnung von Mindestgrössen für Aquarien gemäss Expertenmeinungen in vielen Fällen keine tierschutzkonformen Werte lieferte, wurde mit Hilfe von Fischtierärzten und Zierfischexperten ein neues Schema erstellt. Als Hilfsmittel dient eine Tabelle mit 13 Grössenklassen und einer entsprechenden Literzahl pro Grössenklasse. Zur Berechnung des Mindestvolumens müssen zuerst die Anzahl Fische pro Grössenklasse mit dem entsprechenden Längenwert und der entsprechenden Literzahl multipliziert werden. Das Volumen in Litern ergibt sich dann aus der Summe der Produkte für die einzelnen Grössenklassen.
22/24 011.4/2013/16388 \ COO.2101.102.5.418861 \ 000.00.02