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Vernehmlassung 2005/30: Ausführungserlasse zum Transplantationsgesetz · 28 Seiten
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- eine chronische Niereininsuffizienz mit einer sich rasch entwickelnden Nieren-
pathologie, festgestellt anhand einer Nierenpunktion mit Gewebeentnahme (Biopsie).
5. Bauchspeicheldrüse und Inselzellen
Eine medizinische Indikation für eine kombinierte Transplantation von Bauchspeicheldrüse oder Inselzellen und Niere ist namentlich:
- Diabetes Mellitus Typ 1 mit reduzierter Nierenfunktion (Clearance < 30 ml),
mit oder ohne Dialyse.
Eine medizinische Indikation für eine Bauchspeicheldrüsen- oder Inselzellentransplantation nach Nierentransplantation ist namentlich:
- Diabetes Mellitus Typ 1 mit funktionellem Nierentransplantat.
Medizinische Indikationen für eine Bauchspeicheldrüsen- oder Inselzellentransplantation sind namentlich:
- schwerer Diabetes Mellitus Typ 1 mit therapieresistenter Hypo- oder Hy-
perglykämie;
- progressive Retinopathie;
- progressive Nephropathie.
Eine medizinische Indikation für jede dieser drei Transplantationsarten ist ein Diabetes Mellitus mit einer Insulinabhängigkeit anderer Ursache, wie z.B. chirurgischer Diabetes (nach operativer Entfernung der Bauchspeicheldrüse), MODY (maturity onset diabetes of the young) oder Mukoviszidose.
6. Dünndarm
Medizinische Indikationen für eine Dünndarmtransplantation sind namentlich:
- eine intestinale Insuffizienz mit Komplikationen der parenteralen Ernährung.
Die wichtigsten Komplikationen der parenteralen Ernährung sind:
- Verlust von zentralvenösen Zugängen durch Thrombose (2/6 beim Erwachsenen, 1/4 beim Kind);
- schwerwiegende septische Komplikationen nach Katheterinfektion (septischer Schock, zerebrale Abszesse, Endokarditis, Infektionen mit multiresistenten Keimen);
- durch die parenterale Ernährung verursachte cholestatische Hepatopathie;
- eine intestinale Insuffizienz mit hohem Komplikationsrisiko trotz gut tolerierter
parenteraler Ernährung. Folgende Situationen gehören zu dieser Kategorie:
- Kurzdarmsyndrom beim Erwachsenen oder beim Kind (<12 cm mit erhaltener Ileozäkalklappe oder <25 cm ohne Ileozäkalklappe beim Kind; von 25 bzw. 40 cm beim Erwachsenen) aufgrund einer raschen Entwicklung hin zu hepatologischen Komplikationen;