Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/1: Änderung der Liquiditätsverordnung (LiqV) · 32 Seiten

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Erläuternder Bericht zur

Änderung der Liquiditätsverordnung

Abbildung 1: Strategien um die NSFR zu erhöhen

Quelle: King (2013).

Überblick aktuelle Literatur

3.2.1 Gesamtwirtschaftlicher Nutzen

Die negativen Implikationen der letzten Finanzkrise auf die Realwirtschaft sind bis heute spürbar. Verschiedene empirische Studien zeigen, dass die volkswirtschaftlichen Kosten von Bankenkrisen in Form hoher Wachstumseinbussen hoch sind.29,30Der volkswirtschaftliche Nutzen eines widerstandsfähigen Bankensektors ist demnach gross. Mit der Überarbeitung der internationalen Standards im Bereich der Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften strebt der Basler Ausschuss eine Reduktion der Wahrscheinlichkeit weiterer Finanzkrisen und den damit verbundenen Wachstumseinbussen an. Die Einführung der NSFR soll daher zusammen mit der Mindestliquiditätsquote (LCR) und den erhöhten Eigenmittelvorschriften einen Beitrag zur verbesserten Widerstandskraft des Bankensektors leisten und die Wahrscheinlichkeit von volkswirtschaftlich kostspieligen Bankenkrisen reduzieren.

29 Eine Studie des Basler Ausschusses (BCBS, 2010) schätzte die über die Jahre kumulierten Kosten einer solchen Krise je nach Annahme über deren Verlauf auf 19 Prozent bis 158 Prozent des Vorkrisen-Bruttoinlandsprodukts.

30 Die auf einer langen historischen Zeitreihe basierende Studie von Junge und Kugler (2013) quantifiziert die kumulierten Kosten einer Bankenkrise für die Schweiz als kleine, offene Volkswirtschaften mit einem grossen Bankensektor gar auf 360 Prozent des BIP.