Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2009/21: Zweitwohnungen, Planungshilfe für die kantonale Richtplanung · 33 Seiten
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Bundesamt für Raumentwicklung ARE / Planungshilfe Zweitwohnungen Entwurf April 2009
5 MASSNAHMEN / WERKZEUGKASTEN
5.1 Stossrichtungen für eine umfassende Zweitwohnungspolitik
Massnahmen zur Regelung des Zweitwohnungsbaus sind bereits verschiedentlich dargelegt und auch hinsichtlich ihrer Wirkungen beschrieben worden.5 Damit die Zeitwohnungen bzw. der Zweitwohnungsbau Teil einer umfassenden Zweitwohnungspolitik werden, sind im Grundsatz zwei Stossrichtungen zu verfolgen:
Nutzen der volkswirtschaftlichen Vorteile aus dem Bestand sowie aus dem Bau von Zweitwohnungen
Reduzieren und vermeiden der negativen Effekte der Zweitwohnungen und des Zweitwohnungsbaus.
5.2 Zielvorstellungen als Basis für die Wahl der Massnahmen
Es gibt kein generelles Rezept zur Lenkung der Zweitwohnungentwicklung, das aufzeigt, mit welcher Massnahme man genau welche Wirkungen erzielt. Erforderlich sind eine Analyse der regionalen und lokalen Verhältnisse und klare Zielsetzungen. Darauf ausgerichtet sind die Massnahmen festzulegen.
1) Auslegeordnung vornehmen: Grundsätzlich ist zum Thema der Siedungsentwicklung eine
Problemanalyse erforderlich die aufzeigt, wo die Stärken und die Schwächen liegen, wo die eigentlichen Probleme sind und insbesondere auch darlegt, welches die wirtschaftlichen Abhängigkeiten im Zusammenhang mit dem Zweitwohnungsbau sind.
2) Ziele festlegen: Auf der Basis der Auslegeordnung sind die Zielvorstellungen, das Leitbild,
zu formulieren. Die drei Hauptziele sind allgemein formuliert:
A) Stärkung der Kernwirtschaft Tourismus bzw. des kommerziellen Kerns im Sinne der wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung.
B) Lenkung der Zweitwohnungsentwicklung und bessere Nutzung des Zweit-
wohnungsbestandes. C) Vergrösserung des Angebotes an Erstwohnungen.
3) Massnahmen bestimmen: Abgestützt auf die Problemanalyse und den Zielvorstellungen
sind die geeigneten Massnahmen zu treffen. Zu den Massnahmen siehe folgendes Kap. «Werkzeugkasten» werden verschiedene Massnahmen erläutert, die für die Umsetzung als zweckmässig und zielführend beurteilt werden.
5 Schweizerische Vereinigung für Landesplanung (VLP). 2004. Schweiz Tourismus. Massnahmen zur Lenkung des Zweitwohnungsmarktes. 2007.
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