Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2011/126: Revisionen der Banken- und Eigenmittelverordnung (too big to fail) · 31 Seiten

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Erläuterungsbericht – Umsetzung „too big to fail“

Basierend auf den Daten per Ende 2009 ergibt sich für beide Grossbanken ein Gesamtengagement von etwa CHF 1300 Mrd. Das Gesamtengagement wird anschliessend um das schweizerische Wirtschaftswachstum bereinigt. Damit können die Banken im gleichen Ausmass wachsen wie die Gesamtwirtschaft, ohne dass dies zusätzliche Eigenmittelanforderungen auslöst.

Die in Absatz 3 ausgeführte Kalibrierung der Zuschläge für Marktanteil und Grösse entspricht dem Vorschlag der Expertenkommission, der auch die beiden Grossbanken angehörten. Basierend auf Daten per Ende 2009 ergibt sich damit für die Grossbanken ein Zuschlag für die Systemrelevanz in der Höhe von je 6 Prozent der risikogewichteten Positionen.

Die progressive Komponente hat aufgrund ihrer Verknüpfung mit der Auslösung des Notfallplans – bei Wandlung des Wandlungskapitals der progressiven Komponente wird der Notfallplan umgesetzt – einen engen Bezug zur Organisation der Finanzgruppe. Deshalb sieht Art. 123h Abs. 3 Bst. c E-ERV einen Eigenmittelabschlag innerhalb der progressiven Komponente für jene Massnahmen vor, welche die allgemeine globale Sanier- und Liquidierbarkeit über die Mindestanforderungen hinaus gemäss Art. 22-22bE-BankV signifikant verbessern. Der alleinige Nachweis eines Notfallplans gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. d BankG führt dagegen zu keinem Abschlag. Des Weiteren muss trotz Abschlag die Finanzierung des Notfallplans gewährleistet bleiben; andernfalls wird der Abschlag nicht gewährt.

Unabhängig von den konkreten Erleichterungen beträgt der Progressionssatz immer mindestens 1 Prozent der risikogewichteten Positionen.

6.4.6 Antizyklischer Puffer (Art. 123i E-ERV)

Der antizyklische Puffer gemäss Art. 33b E-ERV ist zusätzlich zu den vorgenannten Eigenmittelanforderungen dieses Titels zu erfüllen. Für Einzelheiten kann auf die separat laufende Anhörung verwiesen werden.

6.4.7 Zusammenfassende Übersicht im internationalen Vergleich

Max 21.5 %

Antizyklischer Puffer Antizyklischer Puffer

0 bis 2.5% 0 bis 2.5%

14 bis ~ 19 %

Bail-in debt CoCos

(Auslösungsereignis

spätestens bei 5% CET1)

CoCos 1 bis ~ 6 %

11.5 - 13 % 13 %

Antizyklischer Puffer Tier 2 - 2 % CoCos

0 bis 2.5% (Auslösungsereignis bei 7% CET1)

3 %

10.5 % Tier 1 - 1.5 %

Ergänzendes Eigenkapital 10 %

8 - 9.5 %

(Tier 2) - 2 % 0.5%

8.5 % 0.5%

Zusätzliches Kernkapital 0.5% ∆ 5-20 %: Kapitalerhaltungs-

(Tier 1) - 1.5 % Swiss finish polster

7 % Kapitalerhaltungs-

polster 5.5 % CET1

Kapitalerhaltungs-

polster 2.5 % CET1 3.5 - 5 % CET1

Basis Basis Basis

4.5 % hartes 4.5 % hartes 4.5 % hartes

Kernkapital Kernkapital Kernkapital

(CET 1) (CET 1) (CET 1)

Basel III Minimum BCBS / FSB CH-TBTF für alle Banken EM-Zuschlag für G-SIBs Regeln

Quelle: FINMA

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