Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2011/126: Revisionen der Banken- und Eigenmittelverordnung (too big to fail) · 31 Seiten

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Erläuterungsbericht – Umsetzung „too big to fail“

Financial Stability Board (FSB) Das Financial Stability Board (bis April 2009 Financial Stability

Forum, FSF) ist ein internationales Gremium zur Verbesserung der Finanzmarktstabilität. Die Arbeiten des Financial Stability Boards zu Risikofragen haben durch die aktuelle Finanzmarktkrise eine Aufwertung erfahren.

G-10 Die Group of Ten (G-10) bezeichnet die Gruppe von Staaten,

die sich auf das sogenannte General Arrangements to Borrow (GAB) geeinigt haben, einer Kreditvereinbarung, die in Anspruch genommen werden kann, wenn die Mittel des Internationalen Währungsfonds (IMF) für die Bedürfnisse der Mitgliedsstaaten nicht ausreichen. Belgien, die Niederlande, Canada,

Schweden, Frankreich, Schweiz, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Italien, die Vereinigten Staaten von Amerika, Japan; offizielle Beobachter sind die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, die Europäische Kommission, der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

G-20 Unter den G-20 versteht man die 20 führenden Wirtschaftsnati-

onen (die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer).

Going concern/gone concern Das Fortführungsprinzip (going concern) bezieht sich auf die

Fähigkeit eines Unternehmens seine Unternehmenstätigkeit auf unbestimmte Frist fortzuführen. Kapitalinstrumente, die den Fortbestand einer Bank, durch die Fähigkeit Verluste im laufenden Geschäftsbetrieb zu absorbieren, sichern, werden als „Going Concern“ -Kapitalinstrumente bezeichnet. Gone concern beschreibt den Zustand eines Unternehmens, wo dessen Überlebensfähigkeit nicht mehr gegeben ist. „Gone Concern“ –Kapital dient zur möglichst vollständigen Befriedigung aller nichtnachrangiger Fremdkapitalgeber.

Governors and Heads of Super- Die Gruppe der Zentralbankpräsidenten und Leiter der Banvision (GHOS) kenaufsichtsinstanzen, das Führungsgremium des Basler

Ausschusses.

IT Steht für Informationstechnologie oder -technik und bezeichnet

die Bereitstellung von Hardware und Software sowie die Datenverarbeitung.

Kapitalquote Verhältnis von regulatorisch anrechenbarem Kapital zu den

risikogewichteten Aktiven bzw. Positionen. Je nach betrachtetem Kapital (CET1, Kernkapital, Gesamtkapital) spricht man von CET1-Quote, Kernkapitalquote oder Gesamtkapitalquote

Klumpenrisiko Position gegenüber einer Gegenpartei oder einer Gruppe ver-

bundener Gegenparteien, die 10% der anrechenbaren Eigenmittel eines Instituts erreicht oder übersteigt

Leverage Ratio Verhältniszahl von Eigenkapital zu Fremdkapital (oft auch um-(=Höchstverschuldungsquote) gekehrt verwendet). Als regulatorische Vorschrift bezeichnet

die Leverage Ratio die Mindestanforderung von Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtengagement für die Schweizer Grossbanken.

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