Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2014/126: Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG): Stärkung der höheren Berufsbildung · 34 Seiten

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Tabelle 1: Synthese der Auswirkungen einer subjektorientierten Finanzierung der vorbereitenden Kurse52

Auswirkungen Änderung 1: Subjektorientierte Finan- Änderung 2: Erhöhung der Beiträge zierung durch den Bund

Nutzen: Hauptwirkung Wahlfreiheit und Freizügigkeit der Teil- Finanzielle Entlastung der Teilnehmennehmenden den

Gleichbehandlung der Bildungsanbieter Gleichbehandlung mit anderen Bildungsbereichen

Stärkung der höheren Berufsbildung

Kosten: Umsetzungs- Administrative Entlastung für die öffentli-

aufwand che Hand und die Bildungsanbieter

Weitere Wirkungen auf Vorfinanzierung durch die Teilnehmen- Teilweise Veränderung von Arbeitgedie betroffenen Akteure den berunterstützung

Weitere Wirkungen auf Aufhebung einer bestehenden Wettbe- (Leichte) Zunahme der Bildungsbeteilidie Gesamtwirtschaft werbsverzerrung, Zunahme des Wettbe- gung. Verschiebung zwischen den Bilwerbs dungsbereichen (Aufhebung einer bestehenden Verzerrung)

(leichte) Senkung der Bildungsrendite Ggf. Schlechterstellung der berufsorientierten Weiterbildung

Prüfungskandidierende: Erhöhung und Harmonisierung der Unterstützung, Sicherstellung der Freizügigkeit

Mit dem Wechsel des Finanzierungsträgers von den Kantonen auf den Bund resultiert eine Harmonisierung der öffentlichen Unterstützung für die Teilnehmenden. In der Folge profitieren alle Teilnehmenden von derselben Subventionierung. Dies ist aktuell nicht der Fall. Denn nicht alle Kantone subventionieren in gleicher Weise. So variieren die pro-Kopf-Ausgaben für die Vorbereitung auf eidgenössische Prüfungen und die berufsorientierte Weiterbildung je nach Kanton zwischen 3 und

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40 Franken (Zahlen aus dem Jahr 2012). Besonders deutlich wird dies, wenn Angebote verglichen werden, die in einigen Kantonen über die Interkantonale Fachschulvereinbarung (FSV) subventio-

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niert werden und in anderen nicht. Eine Analyse des EHB zu 25 Berufsprüfungen resp. 85 Angeboten zeigt: Kursteilnehmende ohne FSV-Beiträge müssen im Durchschnitt für dasselbe Angebot rund 3‘600 Franken mehr bezahlen als Kursteilnehmende mit FSV-Beiträgen. Dies entspricht einer Preisdifferenz von rund einem Viertel. Die Freizügigkeit zwischen den Kantonen betrifft dabei nicht eine kleine Minderheit, sondern ist von hoher Bedeutung: So besuchen etwa 62 Prozent der Absolvierenden einer höheren Fachprüfung und 41 Prozent der Absolvierenden einer Berufsprüfung –

55 trotz aktuell eingeschränkter Freizügigkeit – einen vorbereitenden Kurs ausserhalb ihres Kantons.

Auch innerhalb der Kantone stellt die neue Unterstützung die Wahlfreiheit der Teilnehmenden sicher. Rund 40 Prozent der Bildungsanbieter werden im heutigen System nicht subventioniert. Die bereits heute unterstützten Anbieter werden zudem teilweise nach unterschiedlichen Ansätzen unterstützt.56 Neu werden – wenn eine darüber hinausgehende Kantonsfinanzierung ausbleibt – alle Bildungsanbie-

52 ebd. 53 Datenquelle: SBFI (2013) und Daten des BFS zu den Bevölkerungszahlen nach Kantonen (Mittelwert 2012). Es ist dabei keine Differenzierung zwischen Vorbereitung auf die eidgenössischen Prüfungen und berufsorientierter Weiterbildung möglich. 54 Vgl. EHB (2014a). Subjektorientierte Finanzierung der Vorbereitungskurse in der höheren Berufsbildung. Eine ökonomische Analyse zu Ausgangslage, Marktstruktur und Auswirkungen.

55 Vgl. Econcept (2011). Befragung der Kandidatinnen und Kandidaten der eidgenössischen Prüfungen im Bereich der höheren Berufsbildung.

56 Vgl. EHB (2014a). Subjektorientierte Finanzierung der Vorbereitungskurse in der höheren Berufsbildung. Eine ökonomische Analyse zu Ausgangslage, Marktstruktur und Auswirkungen. 316/2013/01832 \ COO.2101.108.2.1056712 25/34