Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2019/78: Revision der Verordnungen zum Fernmeldegesetz (FMG) · 29 Seiten
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Revision der FMG-Verordnungen – Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens
Art. 27 Zugang zu den Notrufdiensten
Gemäss AGILE.CH und SGB braucht es für Notrufe von Menschen mit Hör- und
Sprachbehinderungen eine Notfall-App, die nach dem Prinzip «Total Conversation» funktionieren könnte.
ZG schlägt vor, die Bestimmung explizit so zu ergänzen, dass der Zugang zu den Notrufdiensten jederzeit gewährleistet werden muss.
Art. 28 Leitweglenkung der Notrufe
AI, AR, BL, FR, GE, GL, GR, NE, NW, SG, SO, SZ, UR, VD, VS, ZH, AGV, FKS, GDK, GVTG,
GVZG, IVR, KKJPD, KKPKS, Polizia TI, RK MZF, SFV, SGVSO und SSV schlagen vor, den Begriff «Alarmzentrale» durch den Begriff «Notrufzentrale» zu ersetzen.
Dieselben Stellungnehmenden sowie ZG würden eher auf Artikel 28 E-AEFV verweisen, statt die einzelnen Notrufdienste an dieser Stelle explizit aufzuzählen.
Gemäss asut, economiesuisse, SUISSEDIGITAL, Swisscom, Swisscom Directories und UPC
sollte bezüglich der Leitweglenkung ein Vorbehalt vorgesehen werden für den Fall, dass einem Notruf aus technischen Gründen kein Einzugsgebiet zugeordnet werden kann.
ZG schlägt vor, dass bei Verletzung der Pflicht zur Leitweglenkung eine Konventionalstrafe
beziehungsweise im Wiederholungsfall ein Konzessionsentzug vorzusehen sei.
Art. 29 Standortidentifikation bei Notrufen: Allgemeines
Gemäss AI, AR, BL, GE, GL, GR, FR, NE, NW, SG, SO, SZ, UR, VD, VS, ZH, AGV, FKS, GDK, GVTG, GVZG, IVR, KKJPD, KKPKS, Polizia TI, RK MZF, SFV, SGVSO und SSV müsste die
Standortidentifikation bei allen Notrufen gemäss Artikel 28 E-AEFV gewährleistet sein.
Economiesuisse, SGV, SUISSEDIGITAL+ und UPC schlagen vor, dass Ortungsfunktionen nach Beendigung eines Notrufs nur dann wieder zu deaktivieren sind, wenn dies technisch und automatisch möglich ist. Im Weiteren sei die Kompetenz des BAKOM zu streichen, wonach es weitere zur
Standortidentifikation berechtigte Notrufdienste bezeichnen kann.
Art. 29a Standortidentifikation bei Notrufen: zusätzliche Pflichten der Mobilfunkkonzessionärinnen
AI, AR, BL, FR, GE, GL, GR, NE, NW, SG, SO, SZ, UR, VD, VS, ZH, AGV, FKS, GDK, GVTG, GVZG, Inclusion Handicap, IVR, KKJPD, KKPKS, Polizia TI, RK MZF, SFV, SGB, SGVSO und
SSV möchten die Pflichten nach dieser Bestimmung nicht auf eCall112 und AML beschränken,
sondern sie neben Mobilfunkkonzessionärinnen auf alle Fernmeldediensteanbieterinnen und anderen Service Provider ausdehnen. In dieselbe Richtung zielt ZG, der neben der Standortidentifikation auch weitere Zusatzdaten geregelt sehen möchte.
Asut, economiesuisse, Salt, Sunrise, Swisscom und Swisscom Directories schlagen vor,
Absatz 1 zu streichen und an der gegenwärtigen dezentralen Umsetzung von eCall112 festzuhalten. Im Weiteren möchten sie die Pflicht zur Aufbereitung und Weiterleitung von AML umwandeln in eine Berechtigung hinsichtlich der gerätespezifischen Ortungsfunktion im Allgemeinen. Eventualiter
beantragen sie, AML – wie heute bereits eCall112 – dezentral auszugestalten.
Für eine Streichung von AML oder eine Umwandlung in eine Berechtigung im erwähnten Sinne sprechen sich auch economiesuisse, SGV, SUISSEDIGITAL+ und UPC aus.