Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2024/30: Nationales mobiles Sicherheitskommunikationssystem (MSK) · 38 Seiten
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Nationales mobiles Sicherheitskommunikationssystem (MSK)
Bericht über das Ergebnis des Vernehmlassungsverfahrens
Unterscheidung nach Lagen
ASUT, Sunrise stellen die Frage, ob bei der Konzeption des MSK nicht stärker nach den verschiedenen Lagen unterschieden werden müsste. Es sollten verschiedene Stromversorgungsituationen unterschiedlich betrachtet werden. Dabei müsste mindestens klar unterschieden werden zwischen unterschiedlichen Anforderungen an die Netze im Normalbetrieb und Anforderungen in Ausnahmefällen.
Kontinuitätsplan
VD fordert einen Kontinuitätsplan, um die Kommunikation zwischen den BORS über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Besonders wichtig sei ein Plan für einen Betrieb im Störungsmodus. Während für die Sender eine Autonomie von 72 Stunden geplant ist, erscheine es wichtig, dass ein Kontinuitätsplan existiere, um die Kommunikation zwischen den BORS über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Die Übungen 2014 und 2019 des National Safety Network hätten gezeigt, dass eine autonome Stromversorgung für zwei Wochen erforderlich wäre. Es müsste auch sichergestellt werden, dass die Strategie, die zur Gewährleistung der Netzautonomie umgesetzt wird, nicht nur theoretischer Natur sei.
Weltraumkommunikation
Die Mitte ist der Ansicht, dass die Bevölkerung durch den Aufbau des MSK von einem relevanten Sicherheitszuwachs profitieren wird. Die aktuell bestehende Verletzlichkeit im Falle von Cyberattacken oder Stromausfällen soll durch das MSK beseitigt werden. Diese Verbesserung der Ausfallsicherheit durch das MSK minimiert das Risiko eines Blindflugs der Sicherheitsorganisationen von Bund, Kantonen, Gemeinden und Dritten in Notlagen. Es wäre zudem von Vorteil, die Kompatibilität mit weltraumgestützten Kommunikationsmitteln von Beginn weg zu berücksichtigen, was die Wirksamkeit des Systems steigern und dessen technologische Nachhaltigkeit gewährleisten könnte.
RUAG sieht die Möglichkeit mit der Weltraumkommunikation eine Abdeckung des Schweizer Territoriums von 99,7% zu realisieren, wenn Sicht zu den Satelliten besteht und genügend Kapazitäten vorhanden sind.
SZSV, ZG ist der Meinung, dass ein Einsatz der Satelliten-Technologie für MSK weiter zu vertiefen resp. zu prüfen sei. Die Finanzierung über den Lebenszyklus der Technologie sei zu berücksichtigen.
ASUT bemerkt zur Nutzung von Satelliten-Diensten: Diese haben den Vorteil, dass auch bei einem Stromausfall von mehr als 72 Stunden die Kommunikation zwischen Endgerät und Satellit möglich ist. Dann müssten aber auch die entsprechenden Systeme des MSK (z.B. Core und SDVN+) und der Alarmzentralen der Kantone für mehr als 72 Stunden gehärtet werden. Eine Sprach- oder Datenverbindung ist nur dann möglich, wenn alle Geräte und Systeme in der Kommunikationskette gehärtet werden. Zudem erfordern Satelliten-Verbindungen eine direkte Sichtverbindung zwischen Endgeräten und Satellit. D.h. eine