Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/125: Verordnung über das Bergführerwesen und Anbieten weiterer Risikoaktivitäten · 37 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 4Fedlex · Ergebnisbericht

3 Grundsätzliche Einschätzung der Vorlage

In folgender Tabelle wird ein Überblick über die generellen Stossrichtungen der Vernehmlassungsteilnehmenden vermittelt:

Begrüssen Lehnen Verordnung Gemischte / neutrale Haltung / Verzicht Verordnung in dieser Form ab Detailkritik auf eine

in dieser Stellung-

Form nahme

Kantone TG, AG, SO, JU, BE, UR, BS, NE, ZH, GR, AR, ZG, SH,

LU, AI, GL, SZ, GE, VD, BL, SG, TI OW NW, FR, VS

Interes- SW, SAB, Planoalto, Bénédict, SSBS, Toptrek, OI, CP, GHFS, SVV, SAV, SKS sierte AS Tödi, Infoklick, Natur und ASAM, KBNL, Jubla, SBS, Pro Se-

Organi- SSSA, PBS, Bewegung, Busslinger, nectute, per pedes, Suva, Brugg

sationen SAC, kf, SC, SBauernV, Wildwerk, Regio, Procap, SAJV, Cevi, SKV,

und Ver- ASVZ, SBV, drosera, SUB, Stöckli, SIA, bfu, WeitWandern, STV, SRF,

bände IGKA, GME Wakónda, ERBINAT, SOA, SGV, Chambre Vaudoise,

ASGM, Drudel 11, Rucksack- Agrotourismus, SVP, mw, WL SBV,

ARGM, Pini schule, Förderverein CIC, Plusport, BAW, Naturfreunde

Gantrisch, FFA, aar- Schweiz, ASGIP, AFGIP, Walks-4-U,

gauerwasser, SPSV, WWF Zürich, BK NGO, BZ WWF,

Rheinaubund, ffu-pee, BW Bergwald, WWF Schweiz, CU-

SRA, SVS, Trekking, RAVIVA, Pro Natura, IUNR, NF

SNP, WWF Regiobü- Rheintal, GEASI, NWSP, Häuptli,

ro, SILVIVA, Flüeli, Schneider, BWL

SILVAFORUM

Total 23 28 665

Grundsätzliche Hinweise der einzelnen Vernehmlassenden finden sich nachstehend zusammengefasst.

Kantone:

TG, AG, SO, LU, AI, GL, NW, FR und VS begrüssen die im Verordnungsentwurf getroffenen Regelungen.

Gemäss SO und SZ soll bei der Festlegung der vom Gesetz erfassten Anbieter bzw. Anbieterinnen und Aktivitäten der Verhältnismässigkeit Rechnung getragen werden. Nur Aktivitäten mit einem klar erhöhten Risiko sollen der Bewilligungspflicht unterstellt werden. Gemäss SZ verpflichte bereits der allgemeine Gefahrensatz den Leistungsanbieter bzw. die Leistungsanbieterin dazu, alles zu tun, um die Sicherheit seiner Kunden zu gewährleisten. Auch die Eigenverantwortung des Teilnehmenden dürfe nicht ausser Acht gelassen werden. AR kritisiert ebenfalls, dass die Verordnung überregulierend sei und die Selbstverantwortung und Selbstregulierung der Privaten stark in den Hintergrund treten lasse. Gemäss ZH und GR sei unnötiger administrativer Aufwand zu vermeiden (auch die Organisationen CP und STV).

LU wünscht für die Bewilligungserteilung möglichst klare und einheitlich zu handhabende Kriterien sowie Ausführungsbestimmungen (auch BE). Als schwierig umsetzbar erscheine die Gewähr für die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten (auch ZH). In der Verordnung sei klar und verbindlich festzuhalten, was vor der Bewilligungserteilung zu überprüfen sei. Es frage sich auch, welche haftungsrechtlichen Folgen die Bewilligungserteilung für die Behörde und deren Mitarbeitenden hätte. Der Verantwortungsbereich der Bewilligungsbehörde sei deshalb auf eine für alle Beteiligten klare Art und Weise abzustecken. Zudem sei in der Verordnung festzuhalten, dass durch andere Behörden festgestellte Verstösse den Bewilligungsbehörden des zuständigen Kantons zu melden seien. BS vertritt sogar die Meinung, dass die Bewilligungen zentral von einer Bundesstelle erteilt werden sollten.