Rapport sur les résultats

Consultation 2011/25: Révisions dans le domaine des denrées alimentaires et des objets usuels · 696 pages

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0.1 Mikrogramm/L (strukturelle Hinweise auf Genotoxizität) und 10 Mikrogramm/L (keine strukturelle Hinweise auf Genotoxizität) vorgeschlagen.

Diese Toleranzwerte und die Aufteilung verschiedener TTC Klassen in zwei grobe Klassen beruht auf die Abstimmung verschiedener Parteien (Wasserversorger, SVGW, BAG, BAFU, VKCS, KVU)

(Quelle: Leitfaden des BAG:

Umgang mit nicht geregelten Fremdstoffen im Trinkwasser 16.

Januar 2012).

Dieser Vorschlag ist ein erster pragmatischer Ansatz für die Beurteilung von nicht geregelten Substanzen mit ungenügender Datengrundlage zur Toxizitätsbeurteilung. Allerdings müssten unserer Meinung nach andere Auslegungen des TTC Konzeptes in Zukunkt miteinbezogen werden. In den Niederlanden wird ein weitaus strengeres und umfassenderes TTC Konzept zur Anwendung vorgeschlagen. Gemäss dem in den Niederlanden entwicktelten Ansatz Q21 ("Trinkwasserqualität für das 21 Jahrhundert") werden nicht nur Stoffe mit gentoxischen Strukturmerkmalen geregelt, sondern auch Steroidhormone (Quelle: Mons et al., 2013, Use of the Threshold of Toxikological Concern (TTC) approach for deriving target values for drinking water contaminants, 47, 1666-1678). Die TTC Toleranzwerte für Stoffe mit/ohne genotoxische Strukturmerkmale wurden auf Grundlage des Vorsorgeprinzips und dem Einbezug einer potentiellen Mischungstoxizität auf 0.01 und 0.1 Mikro-

gramm/L festgelegt. Der Wert von 0.1 Mikrogramm/L für Substanzen ohne genotoxische Strukturmerkmale lehnt sich an die gängige Praxis für Pestizide an, die sich über Jahrzehnte bewährt hat. Die niederländischen Werte sind um einen Faktor 10 bis 100 kleiner, als die in der FIV vorgeschlagenen Toleranzwerte. Zusätzlich sind auch die Summen der Substanzen mit/ohne genotoxische Strukturmerkmale mit den gleichen Toleranzwerten wie für die Einzelsubstanzen geregelt. Es ist unklar, warum auch in diesem Fall das Vorsorgeprinzip nicht zur Anwendnung kommt obwohl im Wasserschloss Schweiz die Wasserressourcen in der Regel viel sauberer sind als in den Niederlanden. Zudem sollten die Toleranzwerte für Trinkwasser auch immer im Gesamtkontext des Gewässerschutzes gesehen werden, der weit über rein humantoxikologische Aspekte hinausgeht.

Der Ansatz mit gesundheitlichen Orientierungswerten (GOW) in Deutschland ist sehr pragmatisch. Das Vorsorgeprinzip wird mit dem ersten gesundheitlichen Orientierungwert von 0.1 Mikrogramm/L, welcher für schwach genotoxische Stoffe oder noch nicht entsprechend bewertete Stoffe in Abwesenheit weiterer experimenteller Daten gilt, berücksichtigt. Für stark genotoxische Stoffe beträgt der GOW 0.01 Mikrogramm/L. Je nach Datenlage (bezüg-