Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/16: Änderung der Verordnung des WBF über die Pflichtlagerhaltung von Nahrungs- und Futtermitteln · 39 Seiten

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heren Qualität dieser Fette, könnte dieser einmalige Überschuss bei genügend Lagermöglichkeiten für die menschliche Ernährung verwendet werden. Da die Produktion tierischer Fette allerdings mit der Reduktion der Tierbestände kontinuierlich abnimmt, werden diese Anteile in den Berechnungen nicht weiter berücksichtigt.

Fazit: Bezüglich der Proteinträger werden mit Blick auf eine für die menschliche Ernährung effiziente Pflichtlagerhaltung zur Ermittlung der Lagerbestände an Futtermitteln nur Tiere berücksichtigt, die auf Kraftfutter angewiesen sind (Geflügel und Schweine). Ihre Bestände werden in einer schweren Mangellage geordnet zurückgefahren. Bis der Endbestand erreicht ist, soll der Kraftfutterbedarf aus Pflichtlagern gedeckt werden können. Es werden Pflichtlager im Umfang von 58'000 Tonnen Sojaextraktionsschrot benötigt.

Hinsichtlich der Energieträger zeigt die Berechnung, dass der aufgrund von vorzeitigen Schlachtungen reduzierte Bedarf an Futtermitteln durch die inländische Produktion grundsätzlich gedeckt werden kann. Die gesamten künftigen Getreidepflichtlagermengen müssten in schweren Mangellagen, wenn nötig, also der menschlichen Ernährung zugeschlagen werden können.

3.10. Zusammenstellung der vorgesehenen Veränderungen der Pflichtlager

Die Analyse zeigt, dass aufgrund der spezifischen Ausgangslage der Schweiz (Importabhängigkeit, Zunahme der Importe an Halb- und Fertigfabrikaten, Flächenverlust, Bevölkerungswachstum, Abhängigkeit von importierten Produktionsmitteln etc.) und den derzeitigen Gefährdungen eine Erhöhung des Pflichtlagerbestandes insbesondere an Nahrungsmitteln notwendig ist. Nachstehend sind die von der wirtschaftlichen Landesversorgung vorgeschlagenen Veränderungen der bestehenden Pflichtlagermengen zusammengestellt. Es ist zu berücksichtigen, dass sich der in der Zusammenstellung aufgeführte Bedarf (beziehungsweise Verbrauch) vom Konsum im Inland ableitet und die Exporte nicht berücksichtigt.