Bericht zur Erfüllung der beiden Postulate Fluri (05.3247) und Lauri (05.3363) in Zusammenhang mit der Pensionskasse der ASCOOP

Vernehmlassung 2007/115: Bericht zur Sanierung der Pensionskasse SBB · 38 Seiten

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2.3.2.4 Zusammenfassung der Renditevergleiche und Würdigung

Bei den erwähnten Renditevergleichen handelt es sich um Annäherungen. Gleichwohl kann zusammenfassend festgehalten werden, dass die von der Pensionskasse ASCOOP erwirtschafteten Renditen absolut und relativ, pro Jahr und kumuliert, mehrheitlich und zum Teil markant unter allen Renditen der jeweiligen Vergleichsgrössen lagen.

Tabelle 6: Renditevergleich 1995 bis 2004 Renditevergleich (in Prozent) 1995-2004 1995-2004 1999-2004 1999-2004 kumuliert annualisiert kumuliert annualisiert

A: Pensionskasse ASCOOP 58.74 4.73 6.56 1.06

B: Benchmark 83.87 6.28 8.29 1.34

C: Abweichung zu Benchmark -25.13 -1.55 -1.73 -0.27

D: Pensionskasse SBB - - 14.58 2.29

E: Abweichung zu Pensionskasse SBB - - -8.02 -1.23

F: BVG-Index 93 85.32 6.36 18.33 2.84

G: Abweichung zu BVG-Index 93 -26.58 -1.63 -11.77 -1.78

Interessant ist insbesondere der Vergleich mit dem BVG-Index 93: Hätte die ASCOOP gemäss BVG-Index 93 investiert, wäre ihr Vermögen Ende 2004 um rund 475 Millionen grösser gewesen. Von diesem Betrag entfallen 121 Millionen auf den Unterschied zwischen der Strategie der Pensionskasse der ASCOOP und der Struktur des BVG-Indexes 93 (die ASCOOP hatte im Durchschnitt einen grösseren Aktienanteil als der BVG-Index 93). Am meisten Geld, nämlich 354 Millionen, verlor die ASCOOP jedoch bei der Umsetzung ihrer Anlagestrategie und der Titelauswahl. Gesamthaft können folgende Aussagen gemacht werden:

– Die Strategie der Pensionskasse ASCOOP war problematisch: Die von der Pensionskasse ASCOOP definierte Anlagestrategie enthielt im Laufe der Zeit unterschiedlich hohe Aktienanteile. Der vorgesehene Aktienanteil betrug vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Mai 1996 25 Prozent, steigerte sich bis Mai 1999 auf 30 Prozent und bis November 2000 auf 35 Prozent. Die höchste Aktienquote, nämlich 47 Prozent (inklusive Private-Equity-Anlagen), war im darauf folgenden Zeitraum bis November 2001 vorgesehen. Vom 1. Dezember 2001 bis am 11. November 2003 war ein Aktienanteil von 39 Prozent und ab dem 12. November 2003 schliesslich einer von 27 Prozent vorgesehen. Ausgerechnet in jenen Zeitabschnitten, in denen die Anlagestrategie besonders hohe Aktienanteile enthielt, verloren die Aktien besonders ausgeprägt an Wert.

– Die Pensionskasse ASCOOP hielt sich nicht an die eigene Anlagestrategie und tätigte eine unglückliche Titelauswahl: Die Anlagepolitik der ASCOOP richtete sich nicht immer nach der definierten Anlagestrategie. Beispielsweise sah die Strategie der ASCOOP im Jahr 1997 einen Aktienanteil von 30 Prozent vor, tatsächlich wies die ASCOOP jedoch Aktienanlagen im Umfang von 34.2 Prozent auf. Umgekehrt hätte die