Bericht zur Erfüllung der beiden Postulate Fluri (05.3247) und Lauri (05.3363) in Zusammenhang mit der Pensionskasse der ASCOOP
Vernehmlassung 2007/115: Bericht zur Sanierung der Pensionskasse SBB · 38 Seiten
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Am 31. Dezember 1994 wies die Pensionskasse ASCOOP bei einem technischen Zinssatz von 4.5 Prozent eine leichte Überdeckung von 29 Millionen aus, was einem Deckungsgrad von 102,5 Prozent entsprach. Der Rückstellungsbedarf infolge des Inkrafttretens des Freizügigkeitsgesetzes1per 1. Januar 1995 führte zu einem Fehlbetrag im Umfang von 222 Millionen und liess den Deckungsgrad auf 83.9 Prozent sinken. Dieser verbesserte sich in der Folge wieder und erreichte per Ende 1999 wiederum 100 Prozent. Ab 2001 sank der Deckungsgrad jedoch wieder rasant und erreichte Ende 2004 mit 76,5 Prozent einen neuerlichen Tiefpunkt.
Per 1. Januar 2006 wurde der technische Zinssatz für das Deckungskapital bestehender Renten im Rahmen der umfassenden Sanierungsmassnahmen auf 3 Prozent gesenkt. Die Deckungslücke erhöhte sich deswegen auf 707 Millionen, und der Deckungsgrad sank auf 74.4 Prozent2. Im Verlauf des Jahres 2006 konnte der Deckungsgrad auf Stufe Sammeleinrichtung auf 78.2 Prozent gesteigert werden. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr war nicht alleine auf die gute Anlageperformance von 5.5 Prozent (Benchmark: 5.2 Prozent) zurückzuführen, sondern auch auf ausserordentliche Sanierungsmassnahmen seitens einiger angeschlossener Unternehmen.
Trotz den Turbulenzen an den Finanzmärkten erzielte die ASCOOP im Jahr 2007 eine Jahresperformance von 3.4 Prozent auf dem Gesamtvermögen. Damit konnte gegenüber der Benchmarkrendite von 2.99% eine so genannte Outperformance erzielt werden. Dies gelang in erster Linie dank des gemäss Strategie hohen Immobilienanteils. Per 31. Dezember 2007 stieg der Deckungsgrad auf Stufe Sammelstiftung leicht auf 80.4 Prozent (Deckungslücke 562 Mio.)
Bei einer Sammelstiftung ist jedoch in erster Linie der Deckungsgrad der einzelnen Vorsorgewerke und nicht mehr jener der Gesamtkasse relevant. Der konsolidierte Deckungsgrad der Vorsorgewerke (ohne Verpflichtungen und Vermögen auf Stufe Sammelstiftung) lag am 31. Dezember 2007 bei 79.7 Prozent (Deckungslücke von 577 Mio.). Die Deckungsgrade der einzelnen Vorsorgewerke bewegten sich innerhalb der folgenden Bandbreiten:
Tabelle 1: Deckungsgrad der Vorsorgewerke per 31. Dezember 2007 Deckungsgrad per 31. Dezember 2007 Anzahl Vorsorgewerke Bis 69.9%1
70% bis 79.9%105
80% bis 89.9%24
90% bis 99.9%17
Über 100%9
Total156
1 Bundesgesetz vom 17. Dezember 1993 über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Freizügigkeitsgesetz, FZG; SR 831.42)
2 Die Senkung des technischen Zinssatzes von 4.5 auf 3 Prozent kostete rund 215 Millionen.