Bericht zur Erfüllung der beiden Postulate Fluri (05.3247) und Lauri (05.3363) in Zusammenhang mit der Pensionskasse der ASCOOP

Vernehmlassung 2007/115: Bericht zur Sanierung der Pensionskasse SBB · 38 Seiten

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2.2.2.3 Entwicklung im Zeitablauf

Die beiden hauptsächlichen Ursachen lassen sich wie folgt in einer dynamischen Betrachtung zusammenfassen:

Tabelle 4: Nicht finanzierte Leistungen und ungenügende Anlageerträge 1995 bis 2004 Überschuss (+) / Verlust (-) in Millionen Deckungsgrad Jahr aus nicht finanzierten aus Vermögensertrag und insgesamt in Prozent Leistungen Verzinsungsaufwand

1 2 3=1+24

1995 -13 +28 +15 85.5

1996 -19 +87 +68 89.2

1997 -20 +131 +111 94.6

1998 -21 +65 +44 97.1

1999 -13 +248 +235 100.0

2000 -24 -57 -81 100.0

2001 -39 -362 -401 95.5

2002 -50 -449 -499 77.8

2003 -32 +34 +2 77.0

2004 -29 -10 -39 76.5

Total -260 -285 -545

Aus Spalte 3 von Tabelle 4 ist ersichtlich, dass zwischen 1995 und 1999 trotz nicht korrekt finanzierter Leistungen insgesamt ein Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Der Deckungsgrad lag denn 1999 und 2000 auch bei 100 Prozent. Dieser Überschuss wurde jedoch überkompensiert durch die ausserordentlich hohen Anlageverluste in den Jahren 2001 und 2002, wobei in den negativen Anlagejahren die nicht korrekt finanzierten Leistungen den Gesamtverlust weiter erhöhten.

2.2.2.4 Zusammenfassung

Ende 1994 wies die Pensionskasse ASCOOP eine leichte Überdeckung auf. Mit der Inkraftsetzung des Freizügigkeitsgesetzes per 1. Januar 1995 mussten Rückstellungen in Höhe von 251 Millionen gebildet werden, was zu einer Unterdeckung von 222 Millionen führte. Im Verlauf der folgenden zehn Jahre entstand bei der ASCOOP ein Verlust aus nicht finanzierten Leistungen von 260 Millionen und aus der Differenz von Vermögensertrag und Verzinsungsaufwand (der technische Zins belief sich auf 4,5%) ein Verlust von 285 Millionen. Da Ende 2004 der Rückstellungsbedarf aufgrund des Freizügigkeitsgesetzes geringer war als die für diesen Zweck per 1. Januar 1995 gebildete Rückstellung, konnten im Umfang von 134 Millionen Rückstellungen aufgelöst werden. Hingegen mussten Rückstellungen für den Risikoschwankungsfonds in der Höhe von 30 Millionen gebildet werden. Somit belief sich die Unterdeckung Ende 2004 auf 663 Millionen.