Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/105: Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (NISSG) · 39 Seiten
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Nebst den Veranstaltungen zeichnen sich mögliche Expositionsüberlagerungen auch bei drahtlosen Identifikations-Technologien ab, die zunehmend im Alltag anzutreffen sind. Zudem können hohe Expositionen auch durch natürliche Quellen auftreten.
Handlungsbedarf
Um den Gesundheitsschutz des Publikums bei Veranstaltungen genügend zu gewährleisten, muss die heute im USG geltende gesetzliche Grundlage mit diesem Gesetz erweitert werden.
Bei Situationen mit Expositionsüberlagerungen durch verschiedene Quellen sollen geeignete Massnahmen getroffen werden können, um Gesundheitsgefährdungen vorzubeugen.
Langfristige Wirkungen von NIS und Schall
Mögliche gesundheitliche Langzeitwirkungen sind in den NIS-Grenzwerten nur teilweise berücksichtigt, weil die Grenzwertkommissionen die in Langzeitstudien teilweise sichtbaren Wirkungen als wissenschaftlich nicht ausreichend taxieren. Nichtsdestotrotz sind diese Studien vom gesundheitlichen Standpunkt wichtig, allerdings ist es oft schwierig, ihre vielschichtigen Resultate zu interpretieren.
Langfristige Wirkungen zeichnen sich insbesondere bei der Sonnenstrahlung ab. Sie stellt eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen und gleichzeitig auch eine starke NIS-Belastung dar, die gravierende Krankheiten hervorrufen kann. Diese Situation hat sich durch gesellschaftliche Veränderungen in den letzten Jahrzehnten akzentuiert. Neue Verhaltensmuster der Bevölkerung führen zu kurzeitigen und überdurchschnittlichen UV-Expositionen durch die Sonne, die in der Schweiz zu schätzungswiese
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13'000 Hautkrebserkrankungen und ungefähr 350 Todesfällen pro Jahr führen . Nebst diesen negativen Wirkungen hat die Sonnenstrahlung wichtige positive Seiten. Der UV-Anteil der Sonnenstrahlung ist unentbehrlich, damit die Haut das lebensnotwendige Vitamin D produzieren kann. Dieser Syntheseweg ist für den Menschen zentral, da er den Vitamin D-Bedarf nur zu einem kleinen Teil aus der
6 Nahrung oder künstlichen Supplementen deckt. Genügend Vitamin D ist für die Knochengesundheit
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im Alter unabdingbar und schützt möglicherweise vor schweren Erkrankungen . Im Zentrum der heutigen Forschung steht momentan die Frage, ob und welchen Schutz Vitamin D vor Krebs, Herzkreislauferkrankungen, Hirnschlägen, Diabetes und weiteren Erkrankungen bietet.
Studien der letzten zehn Jahre zeigen zudem, dass das sichtbare Licht weitreichend in die Physiologie des Menschen eingreift und über chronobiologische Prozesse beispielsweise die Schlaf- und Wachphasen regelt. Hier stellt sich die Frage, wie diese Prozesse durch neue Licht- und Displaytechnologien beeinflusst werden.
Im Bereich des Schalls ist bekannt, dass hohe Lärmpegel mit Herzkreislauferkrankungen, Schlafstörungen oder kognitiven Beeinträchtigungen bei Kindern zusammenhängen. Eine Studie im Auftrag des
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Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zeigt diesbezüglich, dass in der Schweiz jährlich 45'500 DALY (Lebensjahre bei einwandfreier Gesundheit) wegen der Belastung durch Verkehrslärm verloren gehen. Gesundheitlich problematisch sind auch hohe freizeitbedingte Schallbelastungen, die das Gehör
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Bundesamt für Statistik (BFS), National Institute for Cancer Epidemiology and Registration (NICER), Schweizer Kinderkrebsregister (SKKR) Krebs in der Schweiz – Stand und Entwicklung von 1983 bis 2007, Neuchâtel 2011.
Swiss Association of Cancer Registries (VSKR) Cancer in Switzerland – Volume 1 Statistics of Incidence, Geneva 2003.
Swiss Association of Cancer Registries (VSKR) Cancer in Switzerland – Volume 2 Statistics of Mortality, Geneva 2003.
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Institute of Medicine 2010. Dietary Reference Intakes for Calcium and Vitamin D.
http://www.iom.edu/Reports/2010/Dietary-Reference-Intakes-for-Calcium-and-Vitamin-D.aspx
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International Commission on Illumination. Recommendations on Minimum Levels of Solar UV Exposure CIE 201:2011, ISBN 978 3 902842 39 8 http://www.cie.co.at/index.php?i_ca_id=837
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Ecoplan: Auswirkungen des Verkehrslärms auf die Gesundheit. Berechnung von DALY für die
Schweiz. 2013.