Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/4: Änderung der technischen Anforderungen und der Zulassungsprüfung von Strassenfahrzeugen und Einführung eines neuen Fahrtschreibers · 38 Seiten

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R181-1135

 Die bfu weist darauf hin, dass quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze klar ein Sicherheitsrisiko darstellten, weil ein Auffahrunfall wie ein seitlicher Anprall wirkt. Das Risiko dürfe auch bei einer Höchstgeschwindigkeit bis 30 km/h nicht bagatellisiert werden.

Weitere Bemerkungen

 AM und KPZG weisen darauf hin, dass die Kennzeichnungspflicht für Verbindungseinrichtungen an Fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 30 km/h widersprüchlich geregelt sei. Deshalb sei im Artikel 119 VTS die Erleichterung in Buchstabe r aufzuheben.

4.1.6.3. Artikel 123 E-VTS (Brandschutz in Gesellschaftswagen)

Pro: 57

(ZH BE LU UR SZ OW NW GL ZG FR SO BS BL SH AR AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JU SSV SAB SGV SBV ALP ACVS AGVS AUTOS BUL CP DTC FAKT KKPKS LOUS SVS BFU SIK SVSP ASTAG SVLT TCS ASA VCS VFAS VSIG SWISSCOFEL FER WWF GTLT EUROBUS SP)

 Die bfu befürwortet den Vorschlag ausdrücklich, weil der verbesserte Brandschutz einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit in Cars darstelle.

Kontra: 0

4.1.6.4. Artikel 127 und 129 E-VTS (Bremsvorschriften für Arbeitsmotorwagen)

Pro: 56

(ZH BE LU UR SZ OW NW GL ZG FR SO BS BL SH AR AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JU SSV SAB SBV ALP AM ACVS AGVS BUL CP FAKT KKPKS LOUS SVS SIK SVSP ASTAG SVLT SLV TCS ASA VCS VFAS SWISSCOFEL HAFL FER WWF GTLT EUROBUS KPZG SP)

Kontra: 4

(AUTOS DTC BFU VSIG)

 DTC, AUTOS und VSIG beantragen, dass in der Ausrüstungsvorschrift der Dauerbremse weiterhin auf das im Fahrzeugausweis eingetragene Gesamtgewicht abgestellt wird.

 Die bfu kann keinen Grund erkennen, warum in der Schweiz die Ausrüstungspflicht für die Dauerbremse erst über 45 km/h gilt, obwohl sie für EU-Traktoren schon ab 40 km/h gilt.

4.1.6.5. Artikel 178 E-VTS (Bremsvorschriften für E-Bikes)

Pro: 56

(ZH BE LU UR SZ OW NW GL ZG FR SO BS BL SH AI SG GR AG TG TI VD VS NE GE JU SSV SAB SGV SBV 2RAD ALP ACVS AGVS BUL CP FAKT KKPKS LOUS PROVELO SVS SIK SVSP ASTAG SVLT TCS VELOS ASA VCS VFAS VSIG SWISSCOFEL FER WWF GTLT EUROBUS SP)

 Pro Velo erachtet das vereinfachte Prüfverfahren als sinnvoll. Dass deswegen zu wenig starke Bremsen in den Verkehr kommen und dadurch die Verkehrssituation gefährlicher würde, sei sehr unwahrscheinlich. Auch dass Schweizer E-Bikes mit Bremsen ausgestattet werden können, welche die internationale Zulassung nicht schaffen (z. B. weil die Form des Bremshebels nicht der EU-Norm entspricht), sei nicht kritisch, sondern vereinfache den Schweizer Herstellern die Arbeit.

Kontra: 3

(AR DTC BFU)

 DTC: Die Nassbremsvorschriften für schnelle E-Bikes (30 bis 45 km/h) sollten bestehen bleiben, insbesondere aufgrund der hohen Verletzungsgefahr der E-Bike fahrenden Personen und im Sinne der Gleichberechtigung unter den Kleinmotorrädern. Die vorgeschlagenen Schweizer Vorschriften sind nicht mit der EU harmonisiert.

 bfu: Eine funktionierende und wirkungsvolle Bremsanlage spielt bezüglich Verkehrssicherheit eine elementare Rolle. Mit dem angedachten Wegfall des Prüfverfahrens für schnelle E-Bikes nach den Bestimmungen der Kleinmotorräder dürfen punkto Sicherheit keine Abstriche gemacht werden. Die bfu empfiehlt deshalb, hinsichtlich Anforderungen und Prüfverfahren (für langsame und schnelle E-Bikes) als Minimalstandard auf die zurzeit geltende Norm SN EN 15194 (Fahrräder – Elektromotorisch unterstützte Räder – EPAC) abzustellen.