Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2014/17: Drei neue Verordnungen des BLV im Bereich Tierschutz · 35 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 23Fedlex · Ergebnisbericht
(z. B. chronischen Schmerzen, belastende lebenslängliche therapeutische Massnahmen etc.) führten, zu berücksichtigen seien (DFR, pgd und SKNH). Dagegen fordert SCLN die Konzentration auf wenige Merkmale, die aber möglichst exakt definiert werden sollten. Die aufgeführten Punkte seien in vielen Fällen nicht zuchtrelevant (SCA, VKAS).
Zuchtverbände weisen darauf hin, dass es klar um Haustiere gehe, die sich nicht mehr in der Wildnis behaupten müssen. So seien Beispiele wie Strupp- und Seidenfiedrigkeit oder schleierartig verlängerte Flossen ohne Belang, da ein Schleierschwanzgoldfisch im Aquarium keinem Fressfeind entkommen müsse. Seidenhühner würden -wie alles Hausgeflügelvor Fressfeinden geschützt; sie müssten als Laufvögel nicht unbedingt fliegen können und hätten jederzeit Zugang zu einen wettergeschützten Stall (KtSch, IG ZZ, RGef CH, RKan CH, RTau CH, ZVö CH, ZUN).
Der Förderverein Schweizer Kleintierrassen will die Kategorien 2 und 3 in die Kategorien 1 und 2 verschieben, da alle in den Belastungskategorien 2 und 3 aufgeführten Punkte der subjektiven Beurteilung der zur Beurteilung aufgebotenen Person unterlägen. SVBT schlägt vor, anstelle der Aufzählung in Anhang 2 auf die Fachkompetenz der beurteilenden Person zu vertrauen Im Streitfall würden ohnehin Gutachten und Gerichte über die Interpretation entscheiden.
Zwei Hundeverbände wollen die Anhänge 2 und 3 streichen (CCS, KSOH).
Ziffer 1 Bewegungs- und Stützapparat
Katzenzüchter (LPf, Abe, CSo, SVo, RAA, RVe, MSp, RGf) stimmen der Aufzählung zu.
ZTS und kompanima weisen darauf hin, dass degenerative Gelenksveränderungen das Ergebnis von Merkmalen seien. ARECR, CRC, StF, IGa, NAs, IBe, SPe, GTh) wollen Deformationen durch Malformationen ersetzen.
Ziffer 2 Kopf
Katzenzüchter (LPf, Abe, CSo, SVo, RAA, RVe, MSp, RGf) finden die ganzen Formulierungen zu schwach und befürchten, dass es zu falscher Zuordnung der Belastung kommen werde.
Hochschulen weisen darauf hin, dass offene Fontanellen bei der Geburt normal und nur bei Persistenz problematisch seien (ETH-Rat, ETH-H, UniFR-AWO, UZH-W, UZH-T, UZH-F).
ZTS und kompanima wollen übermässigen Speichelverlust bei Katzen (z. B. Perser) bzw. erschwerte Nahrungsaufnahme bei Fischen ergänzen.
ARECR, CRC, StF, IGa, NAs, IBe, SPe, GTh) fordern Ziff. 2 zu ersetzen durch „Deformationen des Schädels, die stark behindernde Auswirkungen haben“.
Ziffer 3 Haut, Federn, Schuppen, Krallen
ZTS und kompanima würden auch Ohrenentzündungen oder Zwischenzehenentzündungen (z. B. bei Spaniel/Pudel) wegen zu viel Haarwuchs, sowie Federfüssigkeit bei Tauben erwähnen. pogona, DGHT und SARA möchten schuppenlose Reptilien oder Reptilien mit veränderten Schuppen (wie z. B. bei Leatherback-Bartagamen) ergänzen. Schuppen böten einen wichtigen Schutz vor Verletzungen und UV-Strahlen (Sonnenbrand), ihre Pigmentierung diene der Thermoregulation, der innerartlichen Kommunikation (z. B. Farbwechsel, "Bart stellen" bei Bartagamen) und der Verteidigung. Schlangen benötigten sie zudem zur Fortbewe-