Buch · sui generis 012, sui generis Verlag 2020

Das Verfahren vor dem Berner Kindes- und Erwachsenenschutzgericht

Kapitel 1 von 48Seiten 1–23›
Angaben zum Werk
Herausgeber/innen
Daniel Huerlimann, Marc Thommen
Reihe
sui generis 012
Verlag
sui generis Verlag
Sprache
Deutsch
DOI
10.38107/012
Zitiervorschlag
Christoph Hurni/Christian Josi/Lorenz Sieber, Das Verfahren vor dem Berner Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, sui generis 012, Zürich 2020
Zusammenfassung
In the canton of Bern, the Child and Adult Protection Court performs the tasks of the judicial complaints authority in child and adult protection matters. It forms part of the civil department of the higher court and is made up of senior judges as well as specialist judges. The proceedings before this specialized court are characterized by a pluralism of legal sources: a federal rump order in the Swiss Civil Code is given concrete form by a cantonal special procedural code, which in turn refers to the general administrative process of the canton of Bern. The present work systematically presents the proceedings before the child and adult protection court and is intended to serve as an orientation for those seeking justice, lawyers and members of the court on procedural issues.
Inhalt
TiteleiSeiten 1–23
AbkürzungsverzeichnisSeiten 23–33MaterialienverzeichnisSeiten 33–383.Entstehung des Kindes- und ErwachsenenschutzrechtsS. 5–184.1Anspruch auf Orientierung über den VerfahrensgangS. 18–214.2Anspruch auf vorgängige Äusserung und ReplikS. 184.3Anspruch auf Mitwirkung bei der Sachverhaltsfeststellung (insb. der Beweisanspruch)S. 204.4Anspruch auf Prüfung und Berücksichtigung durch das GerichtS. 21–244.5Anspruch auf Begründung des EntscheidsS. 214.6Anspruch auf Übersetzung?S. 214.7Anspruch auf Aktenführung und AkteneinsichtS. 224.8Heilung einer Gehörsverletzung vor dem Kindes- und ErwachsenenschutzgerichtS. 24–264.9Treu und GlaubenS. 257.Rechtsanwendung und Kognition7.1Rechtsanwendung von Amtes wegen (iura novit curia)S. 27–307.2Kognition des Kindes- und ErwachsenenschutzgerichtsS. 288.1Beschwerdeführer und Beschwerdegegner (Parteien)S. 298.2MitbeteiligteS. 31–348.3BetroffeneS. 318.4VorinstanzS. 328.5Vertretung und VerfahrensbeistandschaftS. 329.Ausstand und Ablehnung9.1AllgemeinesS. 34–379.2Ausstands- und AblehnungsgründeS. 349.3Zuständigkeit und VerfahrenS. 37–409.4Ablehnungsgesuch und Folgen der Verletzung der AusstandsvorschriftenS. 372.1DreierbesetzungS. 392.2EinzelbesetzungS. 40–422.3FünferbesetzungS. 421.1Anfechtbarkeit von EndentscheidenS. 43–461.2Anfechtbarkeit von ZwischenentscheidenS. 431.3Anfechtbarkeit von prozessleitenden VerfügungenS. 451.4Anfechtbarkeit von vorsorglichen MassnahmenS. 46–491.5Anfechtbarkeit von behördlicher UntätigkeitS. 473.1VerfahrensbeteiligteS. 49–543.2Nahestehende PersonenS. 503.3DritteS. 515.Einhaltung der Beschwerdefrist5.1Bei der Anfechtung von EndentscheidenS. 54–575.2Bei der Anfechtung von ZwischenentscheidenS. 565.3Bei der Anfechtung von prozessleitenden VerfügungenS. 565.4Bei der Anfechtung von vorsorglichen MassnahmenS. 57–605.5Bei der Rechtsverweigerungs- und RechtsverzögerungsbeschwerdeS. 576.1Zum Antragserfordernis im AllgemeinenS. 576.2Reformatorisches Begehren als GrundsatzS. 586.3Kassatorisches Begehren als AusnahmeS. 596.4Definition eines zulässigen StreitgegenstandsS. 60–654.Rügen und Noven4.1RechtsverletzungS. 66–694.2UnangemessenheitS. 664.3Unrichtige TatsachenfeststellungS. 674.4NovenS. 674.5UntätigkeitS. 68VII.Instruktion der Beschwerde1.Schriftenwechsel1.1Vernehmlassung der Vorinstanz und allfällige WiedererwägungS. 69–711.2BeschwerdeantwortS. 711.3Stellungnahme des MitbeteiligtenS. 72–751.4Stellungnahme der betroffenen PersonS. 721.5Zweiter SchriftenwechselS. 721.6Replik nach Art. 6 Ziff. 1 EMRKS. 721.7Verzicht auf Vernehmlassung und BeschwerdeantwortS. 724.Andere vorsorgliche Massnahmen4.1Ordentliche AnordnungS. 75–784.2Superprovisorische AnordnungS. 767.Verfahrensdisziplin7.1Nichteintreten auf querulatorische und rechtsmissbräuchliche EingabenS. 79–847.2Ordnungsbusse bei mutwilligem ProzessierenS. 807.3Sitzungspolizeiliche MassnahmenS. 807.4Verbot des BerichtensS. 803.Verhandlungsablauf3.1Anwendbares Recht und ProtokollierungS. 84–873.2Säumnis der ParteienS. 853.3Erste ParteivorträgeS. 853.4BeweisverfahrenS. 853.5VergleichsverhandlungenS. 853.6Schlussvorträge (Plädoyers)S. 863.7UrteilsberatungS. 863.Beurteilung der Beschwerdeanträge3.1ZulässigkeitsprüfungS. 87–913.2BegründetheitsprüfungS. 884.Entscheid4.1Reformation oder KassationS. 92–944.2Kassation von Amtes wegenS. 925.1Nichteintreten auf die BeschwerdeS. 935.2Teilweises Ein- bzw. Nichteintreten auf das RechtsmittelS. 945.3Abweisung der BeschwerdeS. 945.4Gutheissung der BeschwerdeS. 95–985.5Teilweise Gutheissung bzw. Abweisung der BeschwerdeS. 957.1Formelle RechtskraftS. 967.2Materielle Rechtskraft?S. 977.3Bindungswirkung des RückweisungsentscheidsS. 98–1034.Unentgeltliche Rechtspflege4.1AllgemeinesS. 103–1094.2Formelle Voraussetzungen — MittellosigkeitS. 1044.3Materielle Voraussetzungen — NichtaussichtslosigkeitS. 1052.2Einweisung zur BegutachtungS. 109–1122.3Entscheide betreffend die Unterbringung eines KindesS. 1092.4Entscheide betreffend Verzicht oder Ablehnung einer MassnahmeS. 1103.1Ärztliche Anordnung der fürsorgerischen UnterbringungS. 1113.2Behandlung einer psychischen Störung ohne ZustimmungS. 112–1153.3Massnahmen zur Einschränkung der BewegungsfreiheitS. 1124.1ZurückbehaltungS. 1124.2Abweisung eines Entlassungsgesuchs durch die EinrichtungS. 113III.Zuständigkeit des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts1.Örtliche Zuständigkeit1.1Entscheide der Kindes- und ErwachsenenschutzbehördeS. 115–1181.2Entscheide von Ärztinnen und ÄrztenS. 1151.3Entscheide der EinrichtungenS. 118–1213.1Instruktionsrichterin oder InstruktionsrichterS. 1193.2DreierbesetzungS. 121–127V.Einreichung1.Frist1.1DauerS. 127–1361.2FristenlaufS. 1282.Anordnungen im Hinblick auf die Beschwerdeverhandlung2.1VertretungS. 136–1392.2SchriftenwechselS. 139–1522.3Beweismassnahmen vor der VerhandlungS. 1402.4Vorladung und VorführungS. 152–1553.1ZweckS. 1533.2SäumnisS. 1543.3Erweiterung des StreitgegenstandsS. 155–1583.4Mündliche Beschwerdebegründung und AnhörungS. 1553.5Einvernahme und mündliche Auskunft DritterS. 158–1643.6Weitere BeweismassnahmenS. 1583.7Vergleichsverhandlung und Hinweis auf die Möglichkeit des BeschwerderückzugsS. 1594.1BeschleunigungsgebotS. 1604.2BeratungS. 1604.3EntscheidS. 1604.4KostenentscheidS. 164–1674.5Eröffnung und BegründungS. 167–1733.Anfechtbare Entscheide3.1End-, Teil- und ZwischenentscheideS. 173–1763.2Ausschöpfung des InstanzenzugsS. 176–1857.Form der Beschwerde7.1Allgemeine FormerfordernisseS. 185–1887.2AmtsspracheS. 1867.3BegehrenS. 1867.4Beschwerdegründe und Begründung der BeschwerdeS. 188–1968.Ausgewählte Verfahrensfragen8.1Neue VorbringenS. 196–1998.2Aufschiebende WirkungS. 1988.3Kosten und unentgeltliche RechtspflegeS. 199–210
— Seite 1 —

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Das Verfahren vor dem Berner Kindes- und Erwachsenenschutzgericht

Christoph Hurni, Christian Josi und Lorenz Sieber — Seite 3 —PD Dr. Christoph Hurni

unter Mitarbeit von Susanne Brütsch

Dr. Christian Josi

Dr. Lorenz Sieber

Das Verfahren vor dem Berner Kindes- und Erwachsenenschutzgericht

— Seite 4 —

Publiziert mit Unterstützung der Burgergemeinde Bern und des Obergerichts des Kantons Bern.

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PD Dr. Christoph Hurni, Bundesrichter

Dr. Christian Josi, Oberrichter des Kantons Bern Dr. Lorenz Sieber, Bundesgerichtsschreiber

Das Verfahren vor dem

Berner Kindes- und

Erwachsenenschutzgericht

unter Mitarbeit von

MLaw Susanne Brütsch, Rechtsanwältin

sui generis, Zürich 2020 — Seite 7 —V

Geleitwort der

Obergerichtspräsidentin

Im Kanton Bern nimmt das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht die Aufgaben der gerichtlichen Beschwerdeinstanz in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen wahr. Es bildet einen Teil der Zivilabteilung des Obergerichts und ist mit Oberrichterinnen und Oberrichtern wie auch mit Fachrichterinnen und Fachrichtern besetzt. Das Verfahren vor diesem Fachgericht ist geprägt von einem Rechtsquellenpluralismus: Eine bundesrechtliche Minimal- regelung im Schweizerischen Zivilgesetzbuch wird konkretisiert durch eine kantonale Spezialverfahrensordnung, die wiederum lückenfüllend auf den allgemeinen Verwaltungsprozess des Kantons Bern verweist.

Das vorliegende Werk behandelt also ein Verfahrensrecht, das spezifisch auf eine Rechtsprechungseinheit des Obergerichts des Kantons Bern zugeschnitten ist, von dieser angewendet und mit Leben gefüllt wird. Die Autoren sind Praktiker und fundierte Kenner der Materie und garantieren damit, dass das Werk praxisbezogen ist. Als Präsidentin dieses Obergerichts freut es mich, dass den Rechtssuchenden im Kanton Bern damit eine Orientierungshilfe an die Hand gegeben wird: Wer ein Rechtsmittel gegen einen Entscheid einer bernischen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde einlegen will, wird darin Antworten auf prozessuale Fragen finden.

Die Publikation liegt denn auch ganz auf der Linie, wie ich die bernische Zivil- und Strafgerichtsbarkeit verstehe, nämlich als transparente und dienstleistungsorientierte Institution, die im Dienste eines funktionierenden Rechtsstaats steht.

Annemarie Hubschmid Volz,

Präsidentin des Obergerichts des Kantons Bern — Seite 9 —VII

Vorwort

Das vorliegende Werk stellt das Verfahren vor dem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht systematisch dar und soll sowohl den Rechtssuchenden, den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten als auch den Mitgliedern und Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreibern des Gerichts bei prozessualen Fragen als Orientierung dienen.

Der Inhalt wird von allen drei Autoren gleichermassen verantwortet. Frau MLaw Susanne Brütsch, Rechtsanwältin und Gerichtsschreiberin am Obergericht, hat ihnen bei der Redaktion grosse Unterstützung geleistet, was hiermit herzlich verdankt sei. Die Autoren danken schliesslich den Oberrichterinnen Christine Pfister Hadorn und Myriam Grütter, den Oberrichtern Daniel Bähler, Adrian Studiger, Marcel Schlup, Jürg Bähler und Ronnie Bettler sowie Bundesgerichtsschreiber Dr. Simon Zingg für die kritische Durchsicht des Texts.

— Seite 11 —

IX

Übersicht

Geleitwort der Obergerichtspräsidentin V Vorwort VII Übersicht IX Inhaltsverzeichnis XI

Abkürzungsverzeichnis XXI Literaturverzeichnis XXV Materialienverzeichnis XXXI Kapitel 1: Allgemeines1Kapitel 2: Das allgemeine Beschwerdeverfahren11Kapitel 3: Das Beschwerdeverfahren im Bereich der fürsorgerischen Unterbringung107Kapitel 4: Hinweise zur Beschwerde an das Bundesgericht171— Seite 13 —

XI

Inhaltsverzeichnis

Geleitwort der Obergerichtspräsidentin V Vorwort VII Übersicht IX Inhaltsverzeichnis XI

Abkürzungsverzeichnis XXI Literaturverzeichnis XXV Materialienverzeichnis XXXI Kapitel 1: Allgemeines1I.Kindes- und Erwachsenenschutzrecht im Kanton Bern11.Quellen des materiellen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts12.Quellen des formellen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts23.Entstehung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts5II.Institutionen des Kindes- und Erwachsenenschutzes im Kanton Bern51.Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden52.Direktion für Inneres und Justiz83.Ärztinnen und Ärzte im Bereich der fürsorgerischen Unterbringung94.Kindes- und Erwachsenenschutzgericht95.Regionalgerichte10Kapitel 2: Das allgemeine Beschwerdeverfahren11I.Trennung «KES allgemein» und «FU»11II.Rechtsnatur der Beschwerde an das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht11III.Verfahrensgrundsätze131.Rechtshängigkeit132.Untersuchungsgrundsatz133.Offizialgrundsatz16— Seite 14 —

XII

4.Anspruch auf rechtliches Gehör184.1Anspruch auf Orientierung über den Verfahrensgang184.2Anspruch auf vorgängige Äusserung und Replik184.3Anspruch auf Mitwirkung bei der Sachverhaltsfeststellung (insb. der Beweisanspruch)204.4Anspruch auf Prüfung und Berücksichtigung durch das Gericht214.5Anspruch auf Begründung des Entscheids214.6Anspruch auf Übersetzung?214.7Anspruch auf Aktenführung und Akteneinsicht224.8Heilung einer Gehörsverletzung vor dem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht244.9Treu und Glauben255.Richterliche Fragepflicht256.Verfahrenssprache267.Rechtsanwendung und Kognition277.1Rechtsanwendung von Amtes wegen (iura novit curia)277.2Kognition des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts288.Verfahrensbeteiligte298.1Beschwerdeführer und Beschwerdegegner (Parteien)298.2Mitbeteiligte318.3Betroffene318.4Vorinstanz328.5Vertretung und Verfahrensbeistandschaft329.Ausstand und Ablehnung349.1Allgemeines349.2Ausstands- und Ablehnungsgründe349.3Zuständigkeit und Verfahren379.4Ablehnungsgesuch und Folgen der Verletzung der Ausstandsvorschriften37IV.Zuständigkeit des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts381.Sachliche, örtliche und internationale Zuständigkeit38— Seite 15 —XIII2. Funktionelle Zuständigkeit392.1Dreierbesetzung392.2Einzelbesetzung402.3Fünferbesetzung42V.Zulässigkeitsvoraussetzungen der Beschwerde421.Statthaftigkeit der Beschwerde421.1Anfechtbarkeit von Endentscheiden431.2Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden431.3Anfechtbarkeit von prozessleitenden Verfügungen451.4Anfechtbarkeit von vorsorglichen Massnahmen461.5Anfechtbarkeit von behördlicher Untätigkeit472.Partei- und Prozessfähigkeit der beschwerdeführenden Partei473.Beschwerdelegitimation483.1Verfahrensbeteiligte493.2Nahestehende Personen503.3Dritte514.Rechtsschutzinteresse (Beschwer)525.Einhaltung der Beschwerdefrist545.1Bei der Anfechtung von Endentscheiden545.2Bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden565.3Bei der Anfechtung von prozessleitenden Verfügungen565.4Bei der Anfechtung von vorsorglichen Massnahmen575.5Bei der Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerde576.Stellung zulässiger Beschwerdeanträge576.1Zum Antragserfordernis im Allgemeinen576.2Reformatorisches Begehren als Grundsatz586.3Kassatorisches Begehren als Ausnahme596.4Definition eines zulässigen Streitgegenstands607.Erhebung tauglicher Rügen618.Rechtzeitige Zahlung des Kostenvorschusses und einer allfälligen Sicherheitsleistung619.Nichtvorliegen eines gültigen Rechtsmittelverzichts63— Seite 16 —XIVVI. Einreichung der Beschwerde631.Einreichung beim iudex ad quem632.Form633.Beschwerdebegründung644.Rügen und Noven664.1Rechtsverletzung664.2Unangemessenheit664.3Unrichtige Tatsachenfeststellung674.4Noven674.5Untätigkeit68VII.Instruktion der Beschwerde691.Schriftenwechsel691.1Vernehmlassung der Vorinstanz und allfällige Wiedererwägung691.2Beschwerdeantwort711.3Stellungnahme des Mitbeteiligten721.4Stellungnahme der betroffenen Person721.5Zweiter Schriftenwechsel721.6Replik nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK721.7Verzicht auf Vernehmlassung und Beschwerdeantwort722.Vereinigung und Trennung von Beschwerdeverfahren733.Entziehung und Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung744.Andere vorsorgliche Massnahmen754.1Ordentliche Anordnung754.2Superprovisorische Anordnung765.Beweiserhebung776.Instruktionsverhandlung787.Verfahrensdisziplin797.1Nichteintreten auf querulatorische und rechtsmissbräuchliche Eingaben797.2Ordnungsbusse bei mutwilligem Prozessieren807.3Sitzungspolizeiliche Massnahmen807.4Verbot des Berichtens80— Seite 17 —

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VIII.Beschwerdeverhandlung811.Anspruch auf Durchführung einer Hauptverhandlung812.Partei- oder Publikumsöffentlichkeit843.Verhandlungsablauf843.1Anwendbares Recht und Protokollierung843.2Säumnis der Parteien853.3Erste Parteivorträge853.4Beweisverfahren853.5Vergleichsverhandlungen853.6Schlussvorträge (Plädoyers)863.7Urteilsberatung86IX.Beschwerdeentscheid861.Spruchreife862.Urteilsberatung873.Beurteilung der Beschwerdeanträge873.1Zulässigkeitsprüfung873.2Begründetheitsprüfung884.Entscheid924.1Reformation oder Kassation924.2Kassation von Amtes wegen925.Entscheiddispositive935.1Nichteintreten auf die Beschwerde935.2Teilweises Ein- bzw. Nichteintreten auf das Rechtsmittel945.3Abweisung der Beschwerde945.4Gutheissung der Beschwerde955.5Teilweise Gutheissung bzw. Abweisung der Beschwerde956.Entscheidbegründung und Rechtsmittelverzicht957.Rechtskraftwirkung967.1Formelle Rechtskraft967.2Materielle Rechtskraft?977.3Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids988.Entscheidvollstreckung99X.Prozesskosten1001.Verfahrenskosten1002.Parteikosten1023.Kostenverlegung102— Seite 18 —XVI4. Unentgeltliche Rechtspflege1034.1Allgemeines1034.2Formelle Voraussetzungen — Mittellosigkeit1044.3Materielle Voraussetzungen — Nichtaussichtslosigkeit105Kapitel 3: Das Beschwerdeverfahren im Bereich der fürsorgerischen Unterbringung107I.Besonderheiten des Verfahrens bei fürsorgerischer Unterbringung107II.Beschwerdeobjekte1081.Entscheide auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung1082.Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde1082.1Behördliche Anordnungen im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung1082.2Einweisung zur Begutachtung1092.3Entscheide betreffend die Unterbringung eines Kindes1092.4Entscheide betreffend Verzicht oder Ablehnung einer Massnahme1103.Entscheide der Ärztinnen und Ärzte1113.1Ärztliche Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung1113.2Behandlung einer psychischen Störung ohne Zustimmung1123.3Massnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit1124.Entscheide der Einrichtung1124.1Zurückbehaltung1124.2Abweisung eines Entlassungsgesuchs durch die Einrichtung1135.Verfügung der medizinischen Zwangsbehandlung im Rahmen des Straf- und Massnahmenvollzugs113— Seite 19 —XVIIIII. Zuständigkeit des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts1151.Örtliche Zuständigkeit1151.1Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde1151.2Entscheide von Ärztinnen und Ärzten1151.3Entscheide der Einrichtungen1182.Sachliche Zuständigkeit1193.Funktionelle Zuständigkeit1193.1Instruktionsrichterin oder Instruktionsrichter1193.2Dreierbesetzung121IV.Beschwerdelegitimation1211.Beschwerdebefugnis1212.Beschwer123V.Einreichung1271.Frist1271.1Dauer1271.2Fristenlauf1282.Form1323.Inhalt1344.Aufschiebende Wirkung135VI.Beschwerdeverfahren1361.Vorprüfung der Beschwerde1362.Anordnungen im Hinblick auf die Beschwerdeverhandlung1362.1Vertretung136a Beiordnung eines unentgeltlichen Rechts‑ beistands136b Beiordnung eines notwendigen Rechtsbeistands137c Wahlvertretung1382.2Schriftenwechsel1392.3Beweismassnahmen vor der Verhandlung140a Aktenbeizug140b Einholen einer ärztlichen Stellungnahme140c Gutachten1402.4Vorladung und Vorführung152— Seite 20 —XVIII3. Beschwerdeverhandlung1533.1Zweck1533.2Säumnis1543.3Erweiterung des Streitgegenstands1553.4Mündliche Beschwerdebegründung und Anhörung1553.5Einvernahme und mündliche Auskunft Dritter1583.6Weitere Beweismassnahmen1583.7Vergleichsverhandlung und Hinweis auf die Möglichkeit des Beschwerderückzugs1594.Beratung und Entscheid1604.1Beschleunigungsgebot1604.2Beratung1604.3Entscheid1604.4Kostenentscheid164a Verfahrenskosten164b Parteikosten165c Amtliche Entschädigung1654.5Eröffnung und Begründung167Kapitel 4: Hinweise zur Beschwerde an das Bundesgericht171I.Vorbemerkungen171II.Beschwerde in Zivilsachen1711.Beschwerden gegen Entscheide auf dem Gebiet des Kindes- und Erwachsenenschutzes in der Systematik des Bundesgerichtsgesetzes1712.Partei- und Prozessfähigkeit1723.Anfechtbare Entscheide1733.1End-, Teil- und Zwischenentscheide1733.2Ausschöpfung des Instanzenzugs1764.Streitwert1785.Beschwerdebefugnis1806.Beschwerdefrist1837.Form der Beschwerde1857.1Allgemeine Formerfordernisse1857.2Amtssprache1867.3Begehren186— Seite 21 —XIX7.4 Beschwerdegründe und Begründung der Beschwerde188a Allgemeines188b Rüge der Verletzung von Bundesrecht189c Rüge der Verletzung von Grundrechten191d Rüge der Verletzung von kantonalem Recht192e Rügen zur Feststellung des Sachverhalts194f Beschwerden gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen1968.Ausgewählte Verfahrensfragen1968.1Neue Vorbringen1968.2Aufschiebende Wirkung1988.3Kosten und unentgeltliche Rechtspflege199III.Subsidiäre Verfassungsbeschwerde2011.Anwendungsbereich2012.Ausgewählte Aspekte zur Verfassungsbeschwerde202IV.Beschwerden gegen Entscheide betreffend die fürsorgerische Unterbringung203— Seite 23 —

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